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Pesto, Seife, Kompostwürmer

Was vor über 20 Jahren klein angefangen hat, ist heute ein Markt mit 80 Ständen. Der Ökomarkt ist beliebt, denn Öko liegt im Trend. Seinen Charakter wird der Markt trotzdem nicht verlieren – dafür sorgen Produkte wie Kompostwürmer.
Elisabeth Reisp
Magnus und Kathrin Helg verkaufen am Ökomarkt Kompostwürmer. (Bilder: Ralph Ribi)

Magnus und Kathrin Helg verkaufen am Ökomarkt Kompostwürmer. (Bilder: Ralph Ribi)

Der Begriff Öko hat sich längst von seinem alternativen Image emanzipiert und ist populär geworden. Das Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit gewinnt in der Gesellschaft wieder mehr Platz. So ist der Ökomarkt kein Markt mehr, der nur eine bestimmte Sparte Publikum anzieht. Die Besucher waren am Ökomarkt, der gestern stattfand, so heterogen durchmischt wie an allen anderen Märkten in der Stadt.

Kompostwürmer im Gestell

Es gibt sie nach wie vor, die Stände, die handgefertigte Filztaschen verkaufen. Auch Ungewöhnliches wie Kompostwürmer wird angeboten. Die Würmer verwandeln Küchenabfälle in etwa sechs Monaten zu feuchter, tiefbrauner Erde. Dazu gibt es auch ein Kompostgestell mit mehreren Laden. Unten die Würmer, die sich durch Küchenabfälle und den gelochten Ladenboden nach oben arbeiten.

Aber es gibt auch erlesene Pesti und Senf aus ökologischem Anbau. Oder betörend riechende Seife aus pflanzlichen Ölen in verschiedenen Farben. Diese Seife stellt Astrid Nigg von Hand her. Ein Geschäft hat die Toggenburgerin nicht, sie vertreibt ihre Produkte online oder nutzt Gelegenheiten wie den Ökomarkt. Hierher kommt sie besonders gerne. «Es ist schwierig zu beschreiben, aber die Atmosphäre hier ist besser als an einem normalen Markt – friedlicher und freundlicher.» Nigg nimmt schon seit einigen Jahren mit einem Stand teil am Ökomarkt, den es nun schon seit 21 Jahren gibt.

Teamwork von IG und Stadt

Einer, der fast an jedem Ökomarkt wenigstens einmal durch die Stände spaziert ist, ist Stadtrat Peter Jans. Am gestrigen Ökomarkt hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt seit Amtsantritt am 1. April. «Der Markt ist mittlerweile gross und bedeutend geworden, das sieht man auch am regen Zulauf», sagt Jans.

Der Ökomarkt ist als IG organisiert, das städtische Amt für Umwelt und Energie koordiniert das Projekt. «Wir sind quasi die Geschäftsstelle», sagt Karin Hungerbühler vom Amt für Umwelt und Energie.

Probelauf für drei Jahre

Am ersten Ökomarkt vor 21 Jahren waren es keine zehn Stände, die ihre Dienstleistungen und Produkte feilboten. «Heute sind es zwischen 75 und 80 Stände», sagt Hungerbühler. Seit letztem Jahr wird der Markt zweimal jährlich durchgeführt. Einmal im Frühling, einmal im Herbst – zur Erntezeit. «Wir probieren das für drei Jahre aus, dann sehen wir, ob das Bedürfnis nach einem zweiten Markt wirklich gegeben ist.»

Die Kriterien, nach denen Bewilligungen für Marktstände verteilt werden, sind streng. Jeder Stand muss Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die mit Umwelt und Nachhaltigkeit zu tun haben. Seinen Zweck wird der Ökomarkt also nicht verlieren, selbst jetzt nicht, wo Öko zum Trend geworden ist.

Recyclingmode: Handtaschen aus alten Schallplatten. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Recyclingmode: Handtaschen aus alten Schallplatten. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Auch lebende Tiere gab es am Ökomarkt zu bestaunen. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Auch lebende Tiere gab es am Ökomarkt zu bestaunen. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

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