Personalverbände stellen Sozialpartnerschaft in Frage

ST.GALLEN. Die Verbände des St.Galler Staatspersonals wollen sich überlegen, " in welcher Form und unter welchen Voraussetzungen die Sozialpartnerschaft weitergeführt werden soll". Dies nachdem die Regierung in ihrem Voranschlag für 2016 keine generelle Lohnerhöhung vorsieht. Die letzte allgemeine Lohnerhöhung gab es 2011.

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FDP und SVP wollten im vergangenen Frühling der Regierung den Verzicht auf eine Lohnerhöhung vorschreiben. Die Mehrheit des Kantonsrates lehnte diese Vorgabe allerdings ab.

"Die erneut ausgesetzten Lohnverbesserungen treffen vor allem ältere Mitarbeitende hart", sagt SP-Kantonsrätin Maria Huber, Präsidentin der Personalverbändekonferenz. Ihre Löhne seien in den vergangenen zehn Jahren deutlich hinter dem Schweizer Mittel zurückgeblieben. Sie müssten wegen der stets weiter steigenden Krankenkassenprämien einen teilweise massiven Kaufkraftverlust hinnehmen.

Die Begründung des Verzichts auf eine allgemeine Lohnerhöhung ist für Huber "nicht nachvollziehbar". Insbesondere die vorgesehen Aufstockung des Polizeikorps und die Schaffung neuer Stellen im Asylwesen und im Justizvollzug seien die Folge längst gefällter Entscheide oder aktueller Entwicklungen. Mit der von der Regierung "versprochenen Lohnerhöhung" habe das nichts zu tun. (red.)