Personalplanung als Herausforderung

Dieses Wochenende starten die Handballer in die 2.-Liga-Meisterschaft. Wittenbach hofft dabei auf einen Platz im Mittelfeld. Auch Bruggen geht trotz Personalproblemen zuversichtlich in die neue Saison. Dies liegt auch an einem Rückkehrer.

Fritz Bischoff
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HANDBALL. Mit dem Beginn der 2.-Liga-Meisterschaft geht für die Mannschaftsverantwortlichen eine intensive Vorbereitungsphase zu Ende, aber auch eine intensive Zeit der personellen Planung. Dies gilt besonders für den HC Rover Wittenbach. Dessen Zukunft war zum Ende der vergangenen Saison völlig offen, da es nicht mehr gelang, ein kompetitives Team zusammenzustellen. Der Rückzug aus der 2. Liga war nach dem knapp geschafften Ligaerhalt das drohende Szenario. Dies nur zwei Jahre nachdem 2013 die Aufstiegsspiele zur 1. Liga hatten bestritten werden können. Der verpasste Aufstieg hatte zur Folge, dass ambitionierte Spieler wie etwa der Topskorer Reto Egloff den Verein verliessen. Der Aderlass wurde immer grösser, so dass in der vergangenen Saison zum Teil nur noch vier bis sechs Spieler zur Verfügung standen.

Rettung aus Arbon

So konnte es nicht weitergehen. Hilfe kam aus dem Thurgau. Zusammen mit Arbon wurde eine Spielgemeinschaft gebildet. Die Zuversicht, dass die Zukunft weniger problembeladen sein wird, ist aber auch noch aus einem anderen Grund zurück. Egloff ist nach zwei Jahren in der 1. Liga bei Arbon wieder zurück bei seinem Stammverein. Der 32-Jährige soll mit seiner Erfahrung und seiner Torgefährlichkeit für eine ruhigere Saison sorgen. «Die Rückkehr von Reto und die gut angelaufene Zusammenarbeit mit Arbon geben Zuversicht. Unbestritten aber bleibt, dass wir wohl auch in Zukunft aus eigener Kraft kein Team mehr in der zweiten Liga werden stellen können. Dazu fehlt uns das Potenzial im Nachwuchs», sagt Wittenbachs Präsident Stefan Bartholet.

Bruggen ohne Existenzsorgen

Personalsorgen kennt man bei Bruggen aktuell nicht. «Noch nicht, müsste man wohl sagen, denn in den kommenden Jahren zeichnet sich bei uns ein Generationenwechsel ab», sagt Kurt Fleuti, der seine erste Saison als alleiniger Teamverantwortlicher in Angriff nimmt. Seine Mannschaft muss zwar den Abgang ihres Topskorers David Maag, der zurück zu seinem Stammverein Goldach-Rorschach wechselte, kompensieren, doch zu akuten Personalproblemen hat dies nicht geführt. «Wir sind breit abgestützt mit eigenen Spielern, Rückkehrern aus andern Vereinen sowie hoffnungsvollen Nachwuchsleuten, die wir von St. Otmar übernehmen konnten», sagt Fleuti. Das Ziel ist es, sich wieder im Mittelfeld der Tabelle zu etablieren, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und im regionalen Cup den Titel zu verteidigen.