Per SMS den Parkplatz bezahlen

HÄGGENSCHWIL. Wer mit dem Zug statt dem Auto zur Arbeit fährt, tut etwas für die Umwelt. Doch für diese gute Tat brauchen Häggenschwiler bald mehr Geld. Nicht fürs Zugbillett.

Drucken
Teilen
Bild: Urs Bucher

Bild: Urs Bucher

Häggenschwil. Wer mit dem Zug statt dem Auto zur Arbeit fährt, tut etwas für die Umwelt. Doch für diese gute Tat brauchen Häggenschwiler bald mehr Geld. Nicht fürs Zugbillett. Sondern fürs Parkticket: Voraussichtlich ab nächster Woche werden die neuen Parkplätze beim Bahnhof von der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) bewirtschaftet. Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring befürchtet wildes Parkieren: «Wenn die Leute nicht mehr gratis parkieren können, besteht die Gefahr, dass sie ihr Auto einfach irgendwo abstellen.

» Die Folge für die Gemeinde: Sie müsse anfangen, Verbotstafeln aufzustellen, sagt Eisenring. SOB-Mediensprecherin Ursel Kälin entgegnet: «Ich glaube nicht, dass so etwas passiert. Ausserdem wird eine Parkplatzbewirtschaftung jeweils in Absprache mit den Gemeinden umgesetzt.» Und dass die Parkplätze beim Bahnhof bewirtschaftet würden, sei nur eine Frage der Zeit gewesen: «Wir wollen schrittweise unser Park-and-Rail-Konzept umsetzen, um den Eigenfinanzierungsgrad zu erhöhen und die Investition in die neue Anlage zu amortisieren», sagt Kälin.

Dieses Konzept sei in der Region bereits in Wittenbach und Muolen eingeführt worden. In Häggenschwil wurde die neue Anlage im vergangenen Monat gebaut. Entstanden sind 30 Parkplätze. Die Parkgebühr beträgt vier Franken pro Tag. Bezahlt werden kann am Automaten oder per Handy: Einparkieren, Ort und Platznummer per SMS an die auf dem Schild angegebene Nummer schicken, fertig. (kam)