Pavillon kann gebaut werden

BERNHARDZELL. Für 255'000 Franken wird beim Alters- und Pflegeheim Wiborada ein Betten-Pavillon aufgestellt. Die Bauarbeiten beginnen am 18. Oktober. Bezugsbereit soll der Pavillon am 19. November sein.

Marianne Bargagna
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Bald steht dieser Pavillon neben dem «Wiborada» in Bernhardzell. (Bild: pd)

Bald steht dieser Pavillon neben dem «Wiborada» in Bernhardzell. (Bild: pd)

Der Pavillon ist 14 mal 14 Meter gross und bietet Raum für sechs Einer-Zimmer. Zimmer mit behindertengerechten Nasszellen, wie Geschäftsführer Thomas Günter sagt. Dass er Letzteres betont, ist verständlich. Denn die Bewohnerinnen und Bewohner von Zimmern im zweiten Obergeschoss des Hauses 3 des Alters- und Pflegeheims Wiborada können davon nur träumen. Denn die Nasszellen in ihren Zimmern sind nicht behindertengerecht.

Dies ist aber nur einer der Gründe, warum ein Pavillon erstellt wird. Das Flachdach des Hauses 3 sei seit einigen Jahren undicht, heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderates. Und weiter: «Bei Regenfall dringt bei den heute noch vier bewohnten Zimmern regelmässig Wasser ein.» Folge davon: Es bilde sich Schimmel, was eine Gefährdung der Gesundheit der Bewohner darstelle. Komme hinzu, dass die Zimmer sehr klein seien, ergänzt Thomas Günter.

An Haus 1 ankoppeln

Nun soll den misslichen Umständen mit einem Pavillon abgeholfen werden. Gerechnet wird für dieses Provisorium mit Kosten von 255 000 Franken. Der Pavillon, der bis anhin bei einem Alters- und Pflegeheim im Kanton Thurgau stand, kostet 105 000 Franken, der Transport 23 200, die Installation 100 000 Franken. Für die Arbeit des Architekten und die Bewilligungen wird mit 26 300 Franken Kosten gerechnet. Laut Aussage von Gemeindepräsident Franz Müller ist die Baubewilligung erteilt.

Das Referendum wurde nicht ergriffen. Dem Baubeginn stehe also nichts mehr im Wege, sagt Müller. Und Günter sagt: «Baubeginn ist am 18. Oktober.» Einen Monat später soll der Pavillon fertig sein. Er wird südseitig ans Haus 1 angekoppelt und auch von diesem her erschlossen werden. Und wird einmal ein neues «Wiborada» realisiert sein, dann soll das Wohnprovisorium wieder verkauft werden.

Ferienzimmer

Im Pavillon werden vier Personen aus dem Haus 3 und zwei aus dem Haus 1 ein neues Zuhause finden. Die Zimmer im Haus 3 können nach Aussage von Thomas Günter nicht mehr vermietet werden. Die freiwerdenden, kleinen Zimmer ohne Nasszellen im Haus 1 hingegen könnten als Ferienzimmer genutzt werden, sagt Günter.