Pavillon als zweite Stadtfestbühne

Zum zehntenmal geht dieses Jahr die Veranstaltungsreihe Kultur pur im Pavillon über die Bühne. Im gewohnten Rahmen, nur am 12. und 13. Juni ist das Programm umfangreicher. Dann findet auf dem Hafenareal das Stadtfest statt.

Andrea Sterchi
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Musikgenuss direkt am See: Die Reihe Kultur pur im Pavillon startet im Juni in die zehnte Saison. (Archivbild: cot)

Musikgenuss direkt am See: Die Reihe Kultur pur im Pavillon startet im Juni in die zehnte Saison. (Archivbild: cot)

RORSCHACH. Zwei Dinge beschäftigten Veranstalter Niklaus Looser bei der Zusammenstellung des diesjährigen Programms besonders. Zum einen ist es heuer die zehnte Auflage von Kultur pur im Pavillon am See, zum andern zügelt das Stadtfest von der Innenstadt auf das Hafenareal. Sollte er das zehnjährige Bestehen vielleicht speziell feiern? Niklaus Looser entschied sich dagegen. «Wenn ich eine besondere Band engagiere, geht für ihre Gage mindestens ein Drittel des gesamten Budgets drauf. Das wäre den anderen Gruppen und Ensembles gegenüber nicht fair», findet er. Also stellte er das Programm in gewohnter Manier zusammen: Mindestens ein Drittel der Formationen sind zum erstenmal dabei, ein weiteres Drittel spielt jedes Jahr, die Mehrheit stammt aus der näheren Region und die unterschiedlichsten Stilrichtungen sind vertreten – von der Rockband über die volkstümliche Gruppe bis zur Big Band.

Sonderprogramm am Stadtfest

Eine Ausnahme machte Niklaus Looser dennoch. Am Freitag und Samstag, 12./13. Juni, treten pro Abend für einmal mehr als nur eine Gruppe auf. An diesen Daten ist nämlich das Stadtfest Rorschach angesetzt, das erstmals am neuen Standort auf dem Kabisplatz stattfindet. «Der Pavillon und das Stadtfest sollen sich ergänzen, deshalb habe ich das Programm erweitert», sagt Niklaus Looser. Am Freitag treten zuerst die Blechbuebe auf, dann als Höhepunkt die italienische Band Alberto Salaorni & Al-B.Band (siehe Text nebenan). Am Samstag beginnen die Auftritte bereits am Nachmittag mit Ensembles, die Niklaus Looser in seinem Musikatelier betreut, gefolgt von einem Überraschungsgast und dem Örgelispass unter der Leitung von Ruedi Wachter. Ihnen folgen Bands der Kantonsschule Trogen auf die Bühne, dann die einheimische Band Dawn Driven und den Abschluss macht die Harry Bischofberger Band mit dem Rorschacher Schlagzeuger Andy Leumann. Damit ist die Pavillonbühne passend zum Stadtfest an diesen beiden Tagen mehrheitlich in Rorschacher Hand.

Organisation abgeben

Eines wusste Niklaus Looser hingegen schon bevor er sich an die Planung machte. Die zehnte Ausgabe von Kultur pur soll seine letzte als Veranstalter sein. «Anfangs war die Organisation überschaubar. Aber mittlerweile ist die Veranstaltungsreihe so gewachsen, dass ich das ganze Jahr über mit ihr beschäftigt bin. Das wird mir zu viel», sagt er. Zudem habe er immer gesagt, dass er sie aufbauen, sich dann aber zurückziehen wolle. Dem Stadtrat gegenüber hat er bereits kommuniziert, dass er die Organisation abgeben wird. «Jetzt ist auch Zeit für ein wenig frischen Wind», meint Niklaus Looser. Blickt er auf die vergangenen neun Ausgaben zurück, verspürt er durchaus einen gewissen Stolz. Vor allem, dass es ihm gelungen sei, Kultur pur zu etablieren. Wie beliebt der Pavillon als Auftrittsort bei Bands und Gruppen sei, zeigten die vielen Anfragen. «Es hat sich herumgesprochen, dass er eine gute Plattform ist. Gegen vierzig Gruppen muss ich jeweils absagen, die Profibands nicht eingerechnet», sagt Looser. Ihn freut aber auch, dass der Pavillon renoviert ist und jetzt eine gute Infrastruktur bietet. Etwas stolz ist er auch, dass die Auftritte in all den Jahren ohne Probleme über die Bühne gingen. «Es gab praktisch keine Reklamationen.» Das wohl auch deshalb, weil er stets darauf geachtet habe, dass der Lärmpegel nicht zu hoch steige. «Wir sind nicht lauter als ein Güterzug.»