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PARTIZIPATION: Jetzt sind die Innenstädter gefragt

Mit zehn Massnahmen will das Forum Innenstadt das Zentrum beleben. Einige könnten am Gesetz scheitern. Doch die Initianten wollen sich notfalls auch politisch einsetzen, um Hindernisse zu überwinden.
Elisabeth Reisp
Ist ein grosszügigerer Umgang mit Aussenbestuhlung angebracht? Auch das ist ein Thema des Forums. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ist ein grosszügigerer Umgang mit Aussenbestuhlung angebracht? Auch das ist ein Thema des Forums. (Bild: Hanspeter Schiess)

In der Theorie wissen jetzt alle Teilnehmer des Forums Innenstadt, was es braucht, damit das Zentrum der Stadt St. Gallen ­lebendiger wird. Nun sind Ideen und Köpfchen gefragt, wie die Ziele erreicht und umgesetzt werden können. Wie viel vom Willen der Teilnehmer übrig ist, sich ­aktiv einzubringen, wird sich im nächsten Semester zeigen. Dann sollten sie in Arbeitsgruppen zehn Massnahmenfelder bearbeiten und zum Wohl der Innenstadt umsetzen. Am Dienstag fand zum vorerst letzten Mal das Forum Innenstadt statt. Die Initianten des Forums, Isabel Schorer, Standortförderin der Stadt, und Ralph Bleuer, Präsident Pro City, sind guter Dinge, dass die Bemühungen nicht versanden und dass einige der angestrebten Massnahmen auch erreicht ­werden.

Aus den Ergebnissen der ersten drei Foren hat die Kerngruppe zehn Massnahmenfelder bestimmt, die es umzusetzen gilt (siehe Kasten). «Wir verwenden bewusst den Ausdruck Felder, da wir keine Einschränkungen vorgeben möchten», sagte Ralph Bleuer. Jedes Feld wird in einer Arbeitsgruppe bearbeitet, die wiederum von einem Gruppenleiter sowie einem Fachexperten betreut werden. Noch vor den Sommerferien werde ein Kickoff-Meeting in den jeweiligen Gruppen stattfinden. Nach den grossen Ferien nehmen die Gruppen ihre Arbeit auf.

Sollen die Läden bis 20 Uhr offen haben?

Nun sind also die Innenstädter respektive deren Interessens­vertreter gefragt. Es liegt jetzt in ihren Händen, was sich ändern oder verbessern soll. Am Ende des Forums am Dienstag wurden die Teilnehmer aufgefordert, sich in eine der Arbeitsgruppen einzuschreiben. Pro Gruppe haben sich an diesem Abend allerdings erst durchschnittlich drei Teilnehmer eingetragen.

Welche Massnahmen in ­welcher Form umgesetzt werden, sei noch völlig offen, sagte Ralph Bleuer. «Wir erwarten auch nicht, dass für alle Bereiche eine nachhaltige Verbesserung erreicht werden kann.» Ein paar der Massnahmen bedürften für ihre Umsetzung unter Umständen sogar einer Gesetzesänderung. Etwa wenn es um eine liberalere Nutzung des Aussenraums geht oder falls die Öffnungszeiten unter der Woche bis 20 Uhr verlängert werden sollen. Dessen sind sich die Initianten bewusst. Bleuer: «Wir scheuen uns nicht, bei Bedarf einen politischen Prozess anzustossen.»

Nach vier Foren und nach Abschluss des ersten Kapitels zur Belebung der Innenstadt zieht Isabel Schorer eine durchwegs positive Bilanz: «Wir waren überrascht, auf wie viel Interesse das Forum von Anfang an gestossen ist.» Durch die sehr heterogene Teilnehmerschaft seien Interessensvertreter in einer so grossen Zahl zusammengekommen, wie es sonst kaum möglich gewesen wäre, sagt Schorer. Es seien Kontakte geknüpft und Beziehungen vertieft worden, zudem habe sich unter den öffentlichen und privaten Interessensvertretern eine Zusammenarbeit etabliert.

Die Arbeitsgruppen nehmen also nach den Sommerferien ihre Arbeit auf. Vor Weihnachten ­sollen erste Ergebnisse an einem weiteren Forum präsentiert werden. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Im Moment ist gemäss Isabel Schorer geplant, dass der partizipative Prozess ein bis zwei Jahre weitergeführt werden soll.

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