Parlamentarier verlangen Reformen beim Lehrerberuf

ST.GALLEN. Nachdem der Kantonsrat nicht auf die Pensenreduktion der Volksschullehrer eingetreten ist, besteht für verschiedene Parlamentarier Handlungsbedarf. Die Regierung wird aufgefordert, beim Berufsauftrag und bei der Besoldung der Lehrer Reformen einzuleiten.

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Der Lehrerberuf soll reformiert werden. (Bild: Keystone)

Der Lehrerberuf soll reformiert werden. (Bild: Keystone)

Die Lehrerinnen und Lehrer der Volksschule im Kanton St. Gallen kommen doch nicht in den Genuss einer Pensenreduktion: Der Kantonsrat trat am Montag gar nicht auf eine Zusatzvorlage der Regierung und auf Vorschläge der vorberatenden Kommission ein.

Ja sagte das Parlament zu längeren Weihnachtsferien und zu höheren Einstiegslöhnen junger Lehrkräfte, sofern dies erforderlich sei.

Die Septembersession bleibt nicht ohne Folgen: Die SVP-Fraktion und die CVP-EVP-Fraktion hat am Montag ein Postulat eingereicht. Reformen beim Berufsauftrag und bei der Besoldung von Lehrpersonen seien überfällig, heisst es im Vorstoss. Die Diskussion um die Pensen der Lehrer habe dies klar aufgezeigt.

Für Arno Noger (FDP, St. Gallen), Ruedi Blumer (SP, Gossau) und Diego Forrer (CVP, Grabs) ist ein Postulat nicht geeignet, einer Neukonzeption genügend Nachdruck zu verleihen.

Mit 29 Mitunterzeichnenden haben sie am Dienstag ein Motion eingereicht, in welcher die Regierung beauftragt wird, dem Kantonsrat eine Revision des Volksschulgesetzes zu unterbreiten, welche einen ganzheitlich formulierten Berufsauftrag und eine zeitgemässe Besoldung der Lehrer Rechnung trage. (sda)