Parlament steht geschlossen hinter Gemeindefusion

GOSSAU. Überzeugungsarbeit für den Zusammenschluss von Andwil und Gossau sowie der Schulgemeinde Andwil-Arnegg brauchte es an der Gossauer Stadtparlamentssitzung vom Dienstag keine. Die Parlamentarier standen einstimmig hinter der Fusion.

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GOSSAU. Überzeugungsarbeit für den Zusammenschluss von Andwil und Gossau sowie der Schulgemeinde Andwil-Arnegg brauchte es an der Gossauer Stadtparlamentssitzung vom Dienstag keine. Die Parlamentarier standen einstimmig hinter der Fusion. Ihre Voten richteten sich mehr auf die Volksabstimmung vom 28. Februar 2016 als auf den Antrag des Stadtrats und der Vorberatenden Kommission, dem Vereinigungsbeschluss zuzustimmen.

Kanton unterstützt Fusion

Gossau wolle die Braut und nicht den Brautvater heiraten, sagte Stefan Häseli (CVP), Präsident der Vorberatenden Kommission. Damit meinte er den Andwiler Gemeinderat, der sich gegen eine Fusion ausgesprochen hatte. Häseli erwähnte zudem den Zeitpunkt – das Zeitfenster würde wohl nicht mehr länger offen bleiben. Auch Désirée Baldegger (SVP) hielt fest, dass der Kanton den Zusammenschluss mit 8,3 Millionen Franken unterstützen werde. Ob und wie hoch dieser Betrag zu einem späteren Zeitpunkt ausfallen werde, sei nicht bekannt.

Schule als wichtiger Faktor

Gleich mehrere Parlamentarier waren sich einig, dass eine Fusion die Abläufe der Schulgemeinde Andwil-Arnegg vereinfachen würde. Stefan Harder (Flig) erwähnte, dass sich auch für die Andwiler wichtige Vorteile ergeben, wie etwa das Mitspracherecht in der Oberstufe. Florian Kobler (SP) sagte, dass auch bei einer Ablehnung der Fusion das Thema wieder aktuell würde, aber unter weniger günstigen Voraussetzungen. «Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.» Die Nähe zur Verwaltung, welche laut dem Andwiler Gemeinderat mit einer Fusion verlorengehe, nehme ohnehin immer mehr ab, argumentierte Kobler. Harder sagte, dass die Begründung des Andwiler Rats befremdend sei, gehe es doch auch um viel Geld, das eingespart werden könnte. (ad)