Parkplätze weg!

Liftzugang als Visitenkarte der Stadt Ausgabe vom 13. Juni 2015 Papa soll länger zu Hause bleiben Ausgabe vom 13. Juni 2015

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Es entstehen immer wieder brandgefährliche Situationen, wenn Menschen beim Stadtlift die Strasse auf dem kürzesten Weg überqueren. Durch die Neugestaltung des Areals soll dieser Zustand entschärft werden. Aber welche Auswirkungen hat diese Neuerung auf das Quartier?

Ich frage mich, ob Personen, die in Richtung Spital gehen oder von dort kommen, den geplanten Fussgängerstreifen benutzen oder ob sie immer noch diagonal die Strasse überqueren.

Ich frage mich auch, wozu es einen «Warteraum Bus» an der Vorderen Bergstrasse braucht, der ca. 50 Meter von den Bushaltestellen entfernt ist. Dieser Wartebereich wird nicht benutzt, und es müssten dafür die drei Parkplätze gestrichen werden. Zweckmässiger ist, die beiden «Wartehallen» etwas grösser anzulegen ohne «Wartebereich Bus». Das spart Kosten, behindert den Quartierverkehr nicht, und die Parkfelder bleiben erhalten.

Ich muss mich auch fragen, und das ist das Hauptproblem, ob die zehn Parkplätze bei der nahen Baumreihe geopfert werden für den Bau der bergseitigen Busbuchten mit den «Kiss & Ride»-Stellen. Das wäre Raub an diesem Bezirk. Wer am Feierabend oder in der Nacht nach Hause fährt und einen freien Parkplatz vergebens sucht, weiss, wovon ich rede. Öffentliche blaue Abstellplätze hat es hier jetzt schon zu wenig.

Das ersatzlose Entfernen von total 13 Parkplätzen ist eine Diskriminierung der Anwohner und eine Benachteiligung dieses Standorts. Wir brauchen diese Parkplätze, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, und mit dieser Meinung bin ich im Quartier sicher nicht allein. Die Diskussion über diesen Knackpunkt muss geführt und eine Lösung mit mindestens 13 gleichwertigen Ersatzparkfelder gefunden werden, bevor etwas endgültig entschieden ist.

Ich bin überzeugt, dass Rorschach das kann, denn Rorschach kann mehr! Sicherheit für den Verkehr, Gerechtigkeit und Fairness für die Anwohner!

David Hüttenmoser Felsenbergstr. 8, 9400 Rorschach

Der Wert des Elternschaftsurlaubs

Weder beim Mutterschaftsurlaub noch beim sogenannten Vaterschaftsurlaub nimmt die Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Ganz im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern, die schon seit vielen Jahren einen wirklichen Vaterschaftsurlaub bzw. Elternschaftsurlaub kennen und praktizieren. Wo sowohl die Mutter als auch der Vater nicht nur einige Tage, sondern einige Wochen bzw. Monate gemeinsame Zeit mit dem Neugeborenen verbringen. Wie bei allem, was nicht gleich «rentiert», ist es eine Frage des Geldes. Idealismus lieben alle, gerade wenn es um unsere Zukunft, also um unsere Kinder geht, kosten darf er aber nicht zu viel. Das Wunder und die Schönheit, einen Neugeborenen ganzheitlich über mehrere Wochen oder gar Monate in einer harmonischen Umgebung gemeinsam geniessen zu können, ist für beide Elternteile, aber ganz besonders auch für den Vater, von unschätzbarem Wert, gerade im Bezug auf sein eigenes spirituelles Wachstum.

Raffaele Ferdinando Schacher Blumeneggstrasse 52

9403 Goldach