Parkplätze müssen unter die Erde

FRAUENFELD. Im Thurgau sollen keine grossen Parkplätze unter freiem Himmel mehr entstehen. Das Departement für Bau und Umwelt macht sich an die Umsetzung des vom Kantonsparlament geforderten Verbots.

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FRAUENFELD. Im Thurgau sollen keine grossen Parkplätze unter freiem Himmel mehr entstehen. Das Departement für Bau und Umwelt macht sich an die Umsetzung des vom Kantonsparlament geforderten Verbots. Hierzu schlägt es eine neue Bestimmung im Planungs- und Baugesetz vor, die ebenfalls in die Vernehmlassung geschickt wird. Wie in der vom Grossen Rat überwiesenen Motion gefordert, sollen neue Einkaufszentren, Freizeitanlagen oder private und öffentliche Verwaltungen künftig nur noch 30 Aussenparkfelder haben dürfen. Weitere Parkplätze sind entweder in einer Tiefgarage zu erstellen oder im Gebäudeinneren. Bestehende grosse Parkplätze dürfen aber bleiben. Hier gilt die Besitzstandsgarantie. Wird dagegen ein bestehendes Einkaufszentrum erweitert, müssen neu entstehende Parkplätze unter die Erde.

Das Department für Bau und Umwelt will den Motionsauftrag damit ohne Einschränkungen umsetzen. «Der Auftrag ist klar definiert», sagt Baudirektorin Carmen Haag.

Die Motion zum Verbot grosser Parkplätze hatten GP-Kantonsrat Toni Kappeler (Münchwilen) und GLP-Kantonsrat Klemenz Somm (Kreuzlingen) eingereicht. Sie sehen in solchen Parkplätzen eine Landverschwendung, die dem Gebot des verdichteten Bauens widerspricht. Die Motion ist vom Parlament 2014 mit 64 zu 55 Stimmen überwiesen worden. (wid)