Parkleitsystem läuft noch nicht rund

RORSCHACH. Das dynamische Parkleitsystem in Rorschach liefert seit Mitte Monat Informationen über die Zahl der freien Parkplätze in der Innenstadt. Noch ist das komplexe System nicht frei von Kinderkrankheiten, doch Nutzer zeigen sich zufrieden.

Rudolf Hirtl
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Kinderkrankheiten: An der Verzweigung Thurgauer-/St.Galler-Strasse zeigt die Tafel für die Trischli-Parkgarage runter zum See. (Bild: Rudolf Hirtl)

Kinderkrankheiten: An der Verzweigung Thurgauer-/St.Galler-Strasse zeigt die Tafel für die Trischli-Parkgarage runter zum See. (Bild: Rudolf Hirtl)

Noch immer sind in der Innenstadt Automobilisten zu beobachten, die an der Hauptstrasse oder in Quartierstrassen nach feien Parkplätzen spähen. Unverständlich, denn spätestens seit Eröffnung der Trischli-Parkgarage (unter der neuen Migros) gehört die Parkplatzsuche in der City der Vergangenheit an. Viel bequemer geht's fast nicht. Parkieren, Treppe oder Lift hoch und schon steht man mitten in der Einkaufsstadt. Mit der Inbetriebnahme des neuen Parkleitsystems hat sich die Situation nochmals verbessert. Nun weisen 18 elektronische Hinweistafeln zu freien Parkplätzen auf dem Stadtgebiet; vier weitere sind in Bearbeitung.

Kinderkrankheiten ausmerzen

Noch nicht gänzlich zu überzeugen vermag dabei die Signalisation. So zeigt beispielsweise die Tafel für die Trischli-Garage an der Verzweigung St. Galler-/Thurgauerstrasse runter zum See statt auf die Hauptstrasse. In die Irre geleitet werden davon vermutlich auswärtige Automobilisten, welche die Tafel an der St. Gallerstrasse, Höhe Löwengarten, verpasst haben. «Wir werden den Pfeil so rasch wie möglich in die korrekte Richtung bringen», sagt dazu Florian Kessler, Bereichsleiter Bau- und Stadtentwicklung. Zum Schmunzeln ist die Situation am Curtiplatz. Während die Tafel bei der Einfahrt «frei» anzeigt, steht beim Parkleitsystem am Beginn des Platzes «vol», was vermutlich «voll» heissen soll. «Auch hier werden wir die nötigen Anpassungen vornehmen. Die Tafel müsste schlicht <0> anzeigen, wenn kein Parkplatz verfügbar ist, und nicht <vol>», so Kessler.

Tafeln für die Zukunft

Visionär ist die Tafel vor dem Rathaus an der Hauptstrasse. Dort ist bereits «Seehof» zu lesen; noch ohne Parkplatz-Anzeige. Diese wird erst dann freie Plätze anzeigen, wenn im Rahmen der dort geplanten Überbauung die Tiefgarage und die Schrankenanlage erstellt sind. Ebenfalls dort weist die Tafel «See» zu den neuen Parkplätzen vor dem Strandbad. Künftig sollen auch die Plätze beim Churplatz (Seerestaurant) integriert werden. Für das Parkleitsystem haben die Stimmbürger 960 000 Franken gesprochen. Neben den sichtbaren Tafeln beinhaltet der Kredit auch die aufwendige Verkabelung und die Steuerung.

Beim Curtiplatz (rechts) hat's freie Plätze und gleichzeitig ist er «vol» (!). (Bild: Rudolf Hirtl)

Beim Curtiplatz (rechts) hat's freie Plätze und gleichzeitig ist er «vol» (!). (Bild: Rudolf Hirtl)