Pädiatrievortrag: Schule und Leistungsdruck

ST. GALLEN. Mit ihrer Vortragsreihe «Schule und Pädiatrie» wollen die Ostschweizer Kinderärzte und das Kinderspital St. Gallen der Frage nachgehen, welche Folgen der Lehrplan 21 eigentlich für unsere Kinder haben könnte.

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ST. GALLEN. Mit ihrer Vortragsreihe «Schule und Pädiatrie» wollen die Ostschweizer Kinderärzte und das Kinderspital St. Gallen der Frage nachgehen, welche Folgen der Lehrplan 21 eigentlich für unsere Kinder haben könnte. Die Vorbehalte der Ärzte und ihre offenen Fragen zu den Bildungsreformen lösten bereits nach dem ersten Anlass einigen Wirbel aus. Schule und Pädiatrie seien eng miteinander verbunden: Im Kinderspital und in der kinderärztlichen Praxis hätten es die Kinderärzte täglich mit Schulfragen zu tun, «denn Kinder, die den Erwartungen der Schule nicht genügen, erscheinen früher oder später in unseren Sprechstunden», heisst es in der Einladung zur Vortragsreihe.

Nach dem umstrittenen Auftakt im März steht nun am Mittwoch, 13. Mai, 18.30 bis 20.30 Uhr, der nächste Vortrag an der Fachhochschule an der Rosenbergstrasse 59 in St. Gallen an. Remo Largo, der bekannteste Kinderarzt der Schweiz, und Arnold Bächler, einer der erfahrensten Kinderärzte auf dem Platz St. Gallen, referieren im offenen und kostenlosen Forum über «Schule und Leistungsdruck – zwischen Anpassung und Erneuerung».

Die Tatsache, dass bald bei jedem dritten Kind im Verlaufe der ersten Schuljahre sonderpädagogische Massnahmen getroffen würden, spreche für ein bedeutendes Missverhältnis zwischen den Erwartungen der Schule und dem Entwicklungsstand dieser Kinder, heisst es in der Einladung. (red.)

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