Otmar wacht über das Spital

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Patron Sowohl körperliche als auch seelische Pflege für kranke Menschen haben in St. Gallen Tradition. Genauer gesagt: Seit dem heiligen Otmar. Der 689 geborene Priester alemannischer Herkunft übernahm die von Gallus begründete Einsiedlerzelle und formte sie zu einer Klostergemeinschaft um. Er war es auch, der 719 zum ersten Abt des Klosters ernannt wurde. Schenkungen an Arme brachten dem Klosterherr den Ruf ein, selbstlos und hilfsbereit zu sein. Auch gründete er ein Haus für Leprakranke. Es gilt bis heute als das erste Spital der Schweiz. 937 fiel es dem Klosterbrand zum Opfer. Dank seiner Vorgeschichte ist er nun auch der Patron des Kantonsspitales St. Gallen und wacht über Patienten und Fachkräfte. «Den Patienten, die einen spirituellen Zugang zur Heiligenwelt haben, sagen wir, dass der heilige Otmar sie auf ihrem Leidensweg stets begleitet», sagt Spitalseelsorger Sepp Koller. «Auch ich fühle mich von ihm begleitet. Seine Art, den Menschen zu helfen, inspiriert mich.» (ldr)