Ostschweizer Bier sprudelt kräftig

ST.GALLEN. Die Brauerei Schützengarten hat das Geschäftsjahr 2007/08 auf Rekordniveau abgeschlossen. Für die nahe Zukunft rechnet die grösste noch eigenständige Brauerei der Schweiz mit einem weiteren Absatzplus.

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Rund 60 Prozent des Biers wird auswärts getrunken. (Bild: Trix Niederau)

Rund 60 Prozent des Biers wird auswärts getrunken. (Bild: Trix Niederau)

Trotz des wachstumsstarken Vorjahres hat die Brauerei Schützengarten auch im Geschäftsjahr 2007/08 markant zugelegt. Per Ende September erhöhte die Brauerei ihren Getränkeabsatz um 1,2 Prozent auf rekordhohe 303'300 Hektoliter.

Auch wertmässig setzte das Unternehmen eine neue Bestmarke. Der Umsatz verbesserte sich um 4,9 Prozent auf 73,5 Millionen Franken. Der Gewinn stieg im gleichen Ausmass an, wie Christoph Kurer, Verwaltungsratsdelegierter und Vorsitzender der Geschäftsleitung, an der Bilanzmedienkonferenz vom Dienstag sagte.

Mehr Mitarbeiter
Die höheren Rohstoffkosten konnten weitgehend durch Preiserhöhungen aufgefangen werden. Gegenwärtig beschäftigt die Brauerei 216 Mitarbeitende, ebenfalls mehr als im Vorjahr.

Schützengarten habe von der generell steigenden Beliebtheit des Biers profitiert, äusserte sich Kurer sehr zufrieden über den Geschäftsverlauf.

Die Brauerei erhöhte die Eigenproduktion von Bieren gesamthaft zwar lediglich 0,9 Prozent auf 173'100 Hektoliter. Um 2,8 Prozent auf 147'700 Hektoliter liess sich jedoch der Ausstoss von Schützengartenbieren steigern. Davon wurden 60 Prozent auswärts und 40 Prozent zuhause konsumiert.

Bierkonsum ist krisenresistent
Trotz trüber Wirtschaftaussichten glaubt die Brauerei, dass der Bierkonsum relativ krisenresistent ist. Fragezeichen setzte Kurer zwar zum Einfluss des Rauchverbots in St.Galler Gaststätten.

Für die nahe Zukunft sei Schützengarten dennoch sehr zuversichtlich. Erwartet werden weitere Zuwächse beim Bier und bei Handelsprodukten. Davon zeugen auch die laufenden Investitionen im Umfang von sechs Millionen Franken in die Produktion und in den Vertrieb.

Region treu bleiben
Auch wenn die Brauerei Schützengarten mittlerweile die grösste, noch eigenständige Brauerei der Schweiz sei, bleibe sie der Region treu, erklärte Verkaufsdirektor Ernst Zingg.

Das Unternehmen strebe keine Markterweiterung an, sondern wolle das vorhandene Potenzial im Raum Ostschweiz, Zürich und Fürstentum Liechtenstein erhöhen. Der Marktanteil beträgt in diesem Gebiet rund 12 Prozent, gesamtschweizerisch liegt er bei vier Prozent. (sda)

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