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OSTERFEST: Heute Nacht feiern auch Rückkehrer

Die Zahl der evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Kirchenangehörigen nimmt auch in der Region markant ab. Doch gibt es gemäss Pfarreileitern auch immer wieder Kirchen-Wiedereintritte.
Sebastian Schneider

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch

Christen auf der ganzen Welt begehen in diesen Tagen Ostern. Der hohe Donnerstag, der Karfreitag und die Ostertage, die eigentlich nur im Dreiklang das Osterfest ausmachen, werden auch in der Region von den meisten Bewohnern gefeiert. Denn in allen Gemeinden der Region sind Angehörige der römisch-katholischen und evangelisch-reformierten Kirche zusammen in der Mehrzahl. In der Stadt St. Gallen allerdings wohl nicht mehr lange. 2016 lag der Anteil noch bei rund 53 Prozent. Der Anteil der Konfessionslosen zusammen mit den Angehörigen anderer Konfessionen oder Religionen hingegen nimmt in den Gemeinden von Gossau bis Mörschwil markant zu, wie der Vergleich einer älteren mit einer neueren Erhebung zeigt (siehe Grafik).

Bei der Volkszählung 2000 lag der Anteil Angehöriger der beiden grossen Landeskirchen noch bei 75 Prozent. 2016 betrug der Anteil lediglich 59 Prozent. Die Prozentwerte der beiden Jahre sind gemäss der kantonalen Fachstelle für Statistik zwar vergleichbar, sie stammen allerdings aus unterschiedlichen Datenquellen. Bei der Volkszählung war der wirtschaftliche Wohnsitz ausschlaggebend; beim Wert für das Jahr 2016 gelten die Kriterien der Wohnbevölkerung (STATPOP), weshalb sich die Werte leicht unterscheiden.

Vom Ende und Neubeginn mit der Kirche

Geburten und Todesfälle sowie Weg- und Zuzüge haben wesentlichen Einfluss auf die Zahl der Menschen mit Kirchenzugehörigkeit. Natürlich spielen auch Aus- und Eintritte eine zentrale Rolle. Christian Leutenegger, katholischer Pfarreileiter in Wittenbach, betonte kürzlich im «Gemeindepuls», dass es auch Leute gebe, die wieder in die Kirche eintreten. Im vergangenen Jahr seien es in seiner Pfarrei immerhin fünf Personen gewesen. Die Gründe für einen Kircheneintritt seien ebenso vielseitig, wie jene für Kirchenaustritte. Auch Dom-pfarrer Beat Grögli hat immer wieder mit Rückkehrern zu tun. Auch er nennt auf Anfrage verschiedene Gründe, die zu Wiedereintritten führten. So gebe es auch Gläubige, die einmal aus Protest ausgetreten seien und die Lage später anders beurteilten. In diesem Zusammenhang sei auch Papst Franziskus eine grosse Hilfe. Er erzeuge eine positive Atmosphäre unter den Gläubigen und verhindere dank seiner grossen Glaubwürdigkeit auch Kirchenaustritte.

So oder so beginnt heute Karsamstag in der Nacht das Osterfest. Pfarrer beider Landeskirchen bestätigen auf Anfrage, dass für sie der Karfreitag genauso wichtig sei wie Ostern selber. Die beiden Feiertage bedingen einander: Ohne Trauer gebe es kein Aufblühen. Ohne Tod, keine Auferstehung. Ohne Ende, keinen Neuanfang.

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