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Ortsbürger gegen Wahlen an der Urne

Die Ortsgemeinde Goldach arbeitet wieder mit am Projekt für eine zweite Strasse durchs Dorfzentrum auf ihrem Bauland im Mühlegut. Den Antrag eines Bürgers, die Wahlen an die Urne zu verlegen – was Auswahl ermögliche –, lehnt die Bürgerversammlung wuchtig ab.
Fritz Bichsel
Fast alle wollen weiterhin an der Bürgerversammlung wählen. (Bild: Fritz Bichsel)

Fast alle wollen weiterhin an der Bürgerversammlung wählen. (Bild: Fritz Bichsel)

GOLDACH. Es liegt etwas in der Luft. Das zeigt die Teilnahme von 324 Ortsbürgern oder 35 Prozent (im Vorjahr 25 Prozent) an der Bürgerversammlung. Der Anlass wuchs allerdings auch, weil die Zahl der Ortsbürger 2015 anstieg von 843 auf 1019, besonders mit der Einbürgerungsaktion.

«Wir akzeptieren den Entscheid»

Erläuterungen von Präsident Rolf Heinzmann zur Tätigkeit im vergangenen Jahr zeigen: Der Verwaltungsrat der Ortsgemeinde liegt an mehreren Orten weiterhin im Clinch mit dem Gemeinderat der Politischen Gemeinde. Gestritten wird noch, jetzt beim Verwaltungsgericht, gegen die Auszonung von Bauland im Äueli nördlich des Industriegleises und im Staudenäcker. Im Streit um eine Strasse durchs Mühlegut entschied die Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde für dieses Projekt. «Wir akzeptieren das», sagt der Ortsgemeindepräsident. Der Verwaltungsrat habe Gespräche mit dem Gemeinderat vereinbart und arbeite wieder in der Projektgruppe mit. Ein Bürger äussert sich besorgt über starken Anstieg der Kosten für diese Streitereien. Zur Rechnung 2015 gibt es keine Opposition. Nach Leistungen zugunsten der Öffentlichkeit für gut 400 000 Franken schliesst sie mit 311 000 Franken Einnahmenüberschuss.

Zu scharfen Auseinandersetzungen kommt es bei den Wahlen. Bürger Kläus Zahner beginnt mit einem Vergleich: «Der Gemeindepräsident teilt mit, dass er vom Recht Gebrauch macht, seinen Nachfolger selber zu bestimmen.» Das sei zwar ein Aprilscherz. «Aber in der Ortsgemeinde läuft es tatsächlich so. Der Verwaltungsrat schlägt den Bürgern nur Kandidaten vor, die in sein Raster passen.»

Antrag und Angriff

Zahner beantragt, die Bürger an der Auswahl zu beteiligen und an der Urne zu wählen. Er lanciert auch einen Angriff auf Verwaltungsrat Kurt Hädener. Das bringt ihm den Zwischenruf «respektlose Diffamierung» ein – und macht seinen Antrag wohl sofort chancenlos. Ruedi Sonderegger sieht in diesem das Ziel, «die Ortsgemeinde abzuschaffen, damit sich die Politische Gemeinde ihre Güter unter den Nagel reissen kann». Mehrere Bürger verteidigen das bisherige Wahlverfahren oder wenden sich gegen persönliche Angriffe. Der Präsident sagt, der Verwaltungsrat müsse Kandidaten mit besonderen Kenntnissen wie für Schreiberamt oder Liegenschaftenverwaltung vorschlagen können. Der Antrag Zahner wird mit fast allen Stimmen verworfen.

Vorschläge bestätigt

Dann wählen die Bürger wie vorgeschlagen: als Präsident Rolf Heinzmann, als Verwaltungsräte Kurt Hädener, Margot Müntener und neu Josef Germann und Andreas Schmid – bisher GPK-Präsident –, in die GPK Martin Hanselmann, Christian Hutter und neu Sandro Passeri. Den Verwaltungsrat verlassen Konrad Metzger und Matthias Schmid.

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