Orchideen dank weidender Schafe

In der Christbaumkultur der Ortsgemeinde Schmitter gedeihen seltene Orchideen. Experten vermuten, dass deren Vorkommen mit dort weidenden Schafen zusammenhängt.

René Schneider
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Schauspiel der Natur: Zwischen den Christbäumen beim Zollamt Diepoldsau wachsen wilde Orchideen. (Bild: René Schneider)

Schauspiel der Natur: Zwischen den Christbäumen beim Zollamt Diepoldsau wachsen wilde Orchideen. (Bild: René Schneider)

rheintal. Einige Orchideenarten zwischen den Tännchen sind winzig klein, andere werden bis dreissig Zentimeter hoch, einige sind selten und geschützt. Kommt dazu, so Voji Pavlovic von der Fachstelle Pflanzenbau am Landwirtschaftlichen Zentrum Rheinhof in Salez, dass Orchideen sehr heikel sind bezüglich Standort. Die Christbaumkultur sei offenbar ideal für die dort vorkommenden Orchideen.

Doch sind diese bedroht durch die Bewirtschaftung, vermuten Mitglieder der Naturschutzgruppe Diepoldsau.

Externer Berater

Darum baten sie Pavlovic um Beratung und Tips zur Bewirtschaftung und die Ortsgemeinde um ihre Mitarbeit. Resultiert hat eine 600 Quadratmeter grosse «Versuchsfläche», auf der die Schafe erst ab August weiden dürfen. Werde das Gras zu hoch, würden die untersten Äste der Christbäume braun.

Darum würden seit zwei Jahren zum Weiden dafür speziell geeignete und empfohlene Shropshire-Schafe eingesetzt. Sie fressen das Gras bis an die Stämme der Christbäume, verschonen aber deren Zweige.

Versuchsfläche

«Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Beweidung der Christbaumkultur das Vorkommen der Orchideen gefördert hat», sagt Pavlovic.

Ob die Nutzungsänderung von Rinder- auf Schafweide einen Einfluss auf die Orchideenvielfalt habe, werde sich im Versuch zeigen.

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