Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OPPOSITION: St.Georgen wehrt sich gegen Busleitungen

Die Stadt St.Gallen möchte die VBSG-Linie nach St.Georgen elektrifizieren. Nun gibt es aber Widerstand aus dem Quartier: Dieses will keine Fahrleitungen im Ortszentrum.
Busse sollen auch künftig ohne Fahrleitungen durch St. Georgen fahren – aber elektrisch. (Bild: Benjamin Manser)

Busse sollen auch künftig ohne Fahrleitungen durch St. Georgen fahren – aber elektrisch. (Bild: Benjamin Manser)

Die Hauptversammlung des Quartiervereins St.Georgen vom Freitagabend neigte sich bereits dem Ende zu, als Hans Martin Schibli das Wort ergriff. In seinem Votum kam er auf die geplante Elektrifizierung der VBSG-Strecke vom Hauptbahnhof nach St.Georgen zu sprechen – und sprach sich gegen dieses Vorhaben aus. Die Gemeinden Gaiserwald und Wittenbach hätten sich im Zuge der Pläne für die Verknüpfung und Verlängerung der VBSG-Linien 3 und 7 mit Erfolg gegen Elektrodrähte in ihren Ortszentren gewehrt, hielt Schibli fest. «Die Installation von Fahrleitungen ist zum einen teuer, zum anderen würden diese das Ortsbild von St.Georgen erheblich verunstalten.» Denn praktisch an jeder Hausfassade müssten Befestigungsanker angebracht oder dort, wo dies nicht möglich sei, «hässliche Masten» aufgestellt werden.

Batterien statt Fahrleitungen

Darum bitte er den Quartierverein, mit der Stadt Kontakt aufzunehmen und zu prüfen, ob im Abschnitt von der Teufener Strasse bis zur Endstation Bach auf Oberleitungen verzichtet werden könne, sagte Schibli. Wenn Busse in Abtwil und Wittenbach einen Teil der Strecke mit Batterien zurücklegen könnten, dann müsste dies auch in St.Georgen möglich sein. In Zürich werde derzeit ein Linienbus getestet, der auch im Batteriebetrieb für «topografisch anspruchsvolle Strecken» geeignet sei und mit Passagieren rund zehn Kilometer zurücklegen könne – die doppelte Distanz des Abschnitts in St.Georgen. «Was die Gemeindepräsidenten von Gaiserwald und Wittenbach geschafft haben, schafft auch unser Quartierverein», sagte Schibli.

Vorstandsmitglied Martin Boesch versicherte, dass der Quartierverein bezüglich der Elektrifizierung der Buslinie schon oft mit den VBSG und verschiedenen städtischen Ämtern Kontakt gehabt habe. «Wichtig ist, dass keine Dieselbusse mehr durchs Quartier fahren», betonte Boesch. Die Frage der Oberleitungen sei dabei nicht ganz trivial, es gebe jedoch verschiedene technische und finanzielle Aspekte zu berücksichtigen. Es sei durchaus eine «attraktive Überlegung», Busse einzusetzen, die keine Fahrleitungen benötigten.

Zwei neue Vorstandsmitglieder

In seinem Jahresbericht kam auch Quartiervereinspräsident Andy Rechberger auf das Thema Verkehr zu sprechen. Die Tempo-30-Zone auf der St.-Georgen-Strasse scheine auf Eis gelegt zu sein. Auch zur Bewirtschaftung der Parkplätze beim «Maxi» und beim Mühleggweier seien noch keine Entscheide gefällt worden. Stadtpräsident Thomas Scheitlin erklärte, das Verfahren zur Tempo-30-Zone sei vor Verwaltungsgericht hängig, jenes zur Erweiterten Blauen Zone beim Sicherheits- und Justizdepartement.

Veränderungen gibt es bei der Zusammensetzung des Vorstands: Jutta Hafner und Erich Gantner traten nach jeweils vier Jahren auf die Hauptversammlung hin von ihren Posten zurück. Für sie wählten die 64 Stimmberechtigten Stefanie Meier und Maria Roth einstimmig als neue Vorstandsmitglieder. Präsident Andy Rechberger, Vizepräsident und Kassier Martin Ruppeiner sowie «Verkehrs- und Umweltminister» Martin Boesch wurden ebenfalls einstimmig für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren bestätigt. (dag)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.