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Online-Auktionen als Sparmassnahme

Die St. Galler Regierung will den Gemeinden die Kontrollschilder mit tiefen Nummern wegnehmen und sie versteigern. Damit sollen 2013 rund 350 000 Franken eingenommen werden. Am stärksten davon betroffen wäre die Stadt St. Gallen.
Andreas Kneubühler
Die Berufsfeuerwehr St. Gallen fährt historisch bedingt mit tiefen Autonummern. Die Regierung will sie nun für gutes Geld an Private verkaufen. (Bild: pd)

Die Berufsfeuerwehr St. Gallen fährt historisch bedingt mit tiefen Autonummern. Die Regierung will sie nun für gutes Geld an Private verkaufen. (Bild: pd)

ST. GALLEN. Einmalige Einnahmen von 350 000 Franken aus der Versteigerung von Autonummern. Das ist kurz gefasst der Inhalt eines Sparvorschlags des Sicherheits- und Justizdepartements, der in der Botschaft der Regierung zum Sparpaket zu finden ist. Konkret sollen Kontrollschilder mit tiefen Nummern, die zu Fahrzeugen der Gemeinden gehören, eingezogen und im Internet versteigert werden. «Eine eher unpopuläre Massnahme», vermutet Georges Burger, Leiter des St. Galler Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes. Betroffen wäre beispielsweise die Berufsfeuerwehr der Stadt St. Gallen, die seit jeher die Kontrollschilder SG 1 bis 20 besitzt. Die Gründe für diese Einteilung liegen im historischen Dunkel. Allenfalls könne es damit zusammenhängen, dass die städtische Feuerwehr bereits sehr früh, nämlich 1909, eine motorisierte Spritze einsetzte, vermutet Christian Isler, Kommandant von Feuerwehr und Zivilschutz der Stadt St. Gallen. Man habe damit europaweit zu den ersten gehört, 1914 sei eine Delegation aus München extra deswegen nach St. Gallen gereist.

Neuer Schub zu erwarten

Die Ausgangslage ist klar: Wenn der Kantonsrat die Massnahme beschliesse, könne sie auch umgesetzt werden, bestätigt Georges Burger. Die Rechtsgrundlagen dafür seien vorhanden. Die Übung wurde zudem bereits bei den Fahrzeugen des Kantons durchexerziert. Die tiefen Nummern wurden eingezogen und kamen in den Fundus für die Kontrollschilder-Auktion, die seit 2011 läuft. Auf der Homepage des Strassenverkehrsamtes wurde dafür ein Link eingerichtet. Nach einem Start mit zahlreichen Geboten hat das Interesse inzwischen etwas nachgelassen. Diese Erfahrung hätten auch andere Kantone gemacht, weiss Burger. Den bisherigen Höchstbetrag erzielte die Autonummer 444: Im Juni 2011 wurden dafür 19 650 Franken geboten. Auf den zweiten Platz schaffte es das Kontrollschild mit der Nummer 68, ersteigert im November 2011 für 16 100 Franken. Die tiefen Nummern, die bisher an Gemeindefahrzeugen angebracht wurden, dürften der Auktion neuen Schub verleihen. Zu ersteigern wären nämlich erstmals einstellige Nummern. Betroffen vom Einzug der Kontrollschilder sind mehr oder weniger alle Gemeinden, am meisten allerdings die Stadt St. Gallen, die den grössten Fahrzeugpark besitzt.

Verschollene Nummer eins

Die Nummer SG 1 war allerdings in der Stadt schon lange nicht mehr im Einsatz. Das Kontrollschild wurde im Sommer 2008 gestohlen und ist seither nicht wieder aufgetaucht. «Es ist verschollen», bestätigt Kommandant Christian Isler. Was hält man eigentlich in der städtischen Berufsfeuerwehr von der Massnahme? Es gebe sicher den einen oder anderen, der damit Mühe habe, sagt Isler. Doch es gelte: «Die Feuerwehr arbeitet gleich gut, ob die Fahrzeuge eine tiefe Nummer haben oder nicht.»

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