Olma-Hotel zu hoch für Hadwig?

ST.GALLEN. Das Architektur Forum Ostschweiz kritisiert das geplante Olma-Kongresszentrum mit Hotelturm und regt bauliche Verbesserungen an. Sie stossen allerdings auf wenig Verständnis bei der Bauherrin.

Andreas Nagel
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«Corner Field», das siegreiche Projekt für das geplante Olma-Kongresszentrum, von der Autobahnausfahrt gesehen: Für das Architektur Forum Ostschweiz weder Stadt- noch Olma-Tor (links das Hadwigschulhaus). (Bild: Visualisierung: pd)

«Corner Field», das siegreiche Projekt für das geplante Olma-Kongresszentrum, von der Autobahnausfahrt gesehen: Für das Architektur Forum Ostschweiz weder Stadt- noch Olma-Tor (links das Hadwigschulhaus). (Bild: Visualisierung: pd)

Zur laufenden Platzdebatte im Zuge der Neugestaltungen von Markt- und Bahnhofplatz kommt nun jene über die städtischen Hochhäuser. Von «Wehrtürmen» ist im Zusammenhang mit den Neubauten für Bundesverwaltungsgericht, Fachhochschule und Olma-Hotel in Leserbriefen die Rede.

Hadwig sieht «alt» aus

Das Architektur Forum Ostschweiz kritisiert insbesondere letzteres Projekt.

«Corner Field», so der Name des siegreichen Vorschlags, nehme mit seinen 50 Metern Höhe wenig Rücksicht auf die Umgebung und lasse das benachbarte Hadwigschulhaus «alt» aussehen. Es sei weder Stadt- noch Olma-Tor und setze einzig ein Zeichen für die «Billiglinie einer internationalen Hotelkette».

Nicht «angebracht»

Angeregt werden bauliche Verbesserungen, die bei den Olma Messen jedoch auf wenig Gegenliebe stossen.

Es sei nach einem zehnmonatigen intensiven Dialogverfahren weder dem Beurteilungsgremium noch den Architekten gegenüber angebracht, das Projekt in seinen Strukturen so grundlegend abzuändern. «So kommen wir nie zu einem Ende», sagt Olma- und Stadtpräsident Thomas Scheitlin auf Anfrage.

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