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OLMA-AREAL: Snowboarder statt Säuli

Die Olma-Arena wird dieses Wochenende zum Freestyle-Park. Für die Ferienmesse «Grenzenlos» wird eine sechs Meter hohe Snowboard-Rampe gebaut. Der Schnee dafür kommt zum Teil von der Schwägalp.
Matthias Fässler
Der Schnee wird vom Lastwagen vor die Freestyle-Rampe gekippt. Ab Freitag werden hier spektakuläre Sprünge gezeigt. (Bild: Michel Canonica)

Der Schnee wird vom Lastwagen vor die Freestyle-Rampe gekippt. Ab Freitag werden hier spektakuläre Sprünge gezeigt. (Bild: Michel Canonica)

Matthias Fässler

matthias.faessler@tagblatt.ch

Fast im Zweistundentakt hat Sara Bosshard in den letzten drei Wochen den Wetterbericht gecheckt. Dazu studierte sie die Temperaturstatistik St. Gallens aus den letzten 15 Jahren. Zusammen mit Menno Labruyère hat die Projektleiterin der Ferienmesse «Grenzenlos» den Freestyle-Event für Snowboarder auf die Beine gestellt. Morgen Freitag, 16.30 Uhr, wird damit die Messe eröffnet. «Das Wetter und der Schnee waren die grössten Knacknüsse», sagt Bosshard.

Die erste Schneeladung traf am Mittwoch noch in der Morgendämmerung in der Arena ein, wo während der Olma Säuli um die Wette rennen. 40 Kubikmeter Naturschnee mit einem Gewicht von 23 Tonnen wurden extra von der Schwägalp für den Event nach St. Gallen gefahren. Die zweite Ladung, rund 35 Kubikmeter Kunstschnee, kommt aus der Eishalle Lerchenfeld. «Es ist schön, auch hauseigenen Schnee aus der Stadt zu verwenden, als der Natur allen Schnee zu klauen», sagt Labruyère, der früher selber an Freestyle-Wettbewerben teilnahm.

Eindrücklich ist das Ausladen des Schnees. Es erinnert an das Abbrechen von Eisschollen in der Arktis. «Beeindruckend», finden auch Linus Manser und Myrionymos Baikouzis, die am Nachmittag die Rampe testeten und beim Aufbau halfen. Die Rampe sei zwar etwas steiler als in den Snowparks in den Bergen, aber sie sind es sich gewohnt, mitten in der Stadt zu fahren. «Urbanes Snowboarden», nennt Labruyère den Trend, die Innenstädte mit ihren vielen Treppen und Geländer zu Skateparks zu verwandeln.

Grenzenlos für ein junges Publikum

Dass die Snowboard-Rampe zum Highlight der Ferienmesse wurde, ist unüblich. Normalerweise erwarten die Besucher vor allem allerlei Reklame für Strand- oder Städteferien in Europa oder der weiten Ferne. «Mit der Snowboard-Rampe wollen wir bewusst etwas für Wintersportler bieten und ein jüngeres Publikum ansprechen», sagt Bosshard. Das Wetter stellt die Organisatoren in den nächsten Tagen auf eine harte Probe. Plustemperaturen, Sturmwarnungen und regnen soll es soll auch noch. Doch Bosshard und ihr Team haben vorgesorgt. Der Schnee wird mit einer Blache abgedeckt, sodass er vom Regen geschützt ist. Und wenn alle Stricke reissen, wird aus der Schwägalp nochmals eine Ladung Schnee in die Arena gefahren.

Die Rampe als Publikumsmagnet

Dass «Grenzenlos» vermehrt auf Wintersportarten setzt, zeigt sich nicht nur auf der Rampe in der Arena. Gleich nebenan kann man sich im sogenannten «Splitboarding» versuchen, dem Fahren auf einem Snowboard, das durch Auseinanderbauen zu einem normalen Tourenski umfunktioniert werden kann. In der Halle zeigt das Projekt Early Bird Skis, wie nachhaltige Skis produziert werden. Und auch Biathlonschiessen wird angeboten. Die Snowboard-Rampe jedoch soll zum Publikumsmagnet werden. Mit einer Höhe von sechs Metern, einer Länge von 17 Metern und einer Breite von sieben Metern ist sie durchaus eine Herausforderung für die rund 30 Fahrer des Contests. Darunter sind auch vier Frauen.

Am Freitag wird «Grenzenlos» mit einer Freestyle-Show eröffnet. Der eigentliche Wettbewerb, der mit einem Preisgeld von 1000 Franken dotiert ist, beginnt am Samstag. Teilnehmen werden einige der besten Freestyle-Fahrer aus der Schweiz, zwei Fahrer kommen gar aus Belgien und Holland. Die Verletzungsgefahr bei solchen Rampen sei hoch, betont Menno Labruyère. Damit sich niemand verletzt werden neben der Rampe 16 Tonnen Stroh ausgelegt. Damit herrscht zumindest wieder ein bisschen Olma-Stimmung.

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