Oldtimer Club will Gas geben

Die Betreiber des Saurer Museums in Arbon planen als Erweiterung ein Schaulager auf dem Saurer WerkZwei. Laut Vereinspräsident Ruedi Baer wäre der Standort «in jeder Beziehung ideal».

Markus Schoch
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Ruedi Baer, Präsident des Oldtimer-Clubs Saurer, vor dem Presswerk. (Bild: Reto Martin)

Ruedi Baer, Präsident des Oldtimer-Clubs Saurer, vor dem Presswerk. (Bild: Reto Martin)

ARBON. Der Oldtimer Club Saurer (OCS) als Betreiber des Saurer Museums hat ein Problem: Auch am neuen 2010 eröffneten Standort am See ist nicht genug Platz für alle Ausstellungsstücke. Gezeigt werden aktuell 14 Fahrzeuge. 20 weitere stehen in einer Remise in Biessenhofen bei Amriswil beziehungsweise auf dem Saurer WerkZwei in leeren Hallen. Diese werden dem Oldtimer Club von der HRS gratis zur Verfügung gestellt. «Wir sind sehr dankbar für das Entgegenkommen», sagt Vereinspräsident Ruedi Baer. Aber auf Dauer sei das keine Lösung, da früher oder später der Zeitpunkt komme, zu dem die Vehikel raus müssten. Der Verein sucht deshalb seit langem nach einem neuen Lager für die Lastwagen.

Glück im Unglück

«Die heutige Situation ist sehr unbefriedigend für uns», sagt Baer. Fast wöchentlich bekomme er Lastwagen oder Textilmaschinen angeboten. Meist müsse er ablehnen, da es in den Lagern schon heute eng sei. Baer tut jede einzelne Absage weh: «Denn zu unserem Auftrag gehört auch, Saurer-Produkte zu sammeln und für die Nachwelt aufzubewahren.» Deshalb freut er sich nun über eine einmalige Chance: Die HRS kam kürzlich auf Baer zu und fragte: «Wäre nicht das ehemalige Presswerk auf dem Saurer WerkZwei etwas für euch?»

Idealer Standort

Der Standort wäre in jeder Beziehung ideal, sagt Baer: Gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar, mitten im ehemaligen Saurer-Werkgelände gelegen in unmittelbarer Nähe zur Fabrikhalle, die ein möglicher Standort für das Historische Museum des Kantons sein könnte. Und möglicherweise direkt neben dem neuen Hotel, das die «Wunderbar»-Betreiber eröffnen wollen.

Die Idee ist, dass der Oldtimer Club einen Teil des Presswerks kauft und dort ein Schaulager eröffnet. Dort soll der Teil der Sammlung gezeigt werden, der im Museum keinen Platz hat. «Es ist aber noch nichts unterschrieben», betont Baer. Und übers Finanzielle sei noch gar nicht gesprochen worden. «Es gibt noch keinen Businessplan.»

Zuerst diskutiere jetzt der Vorstand des Oldtimer Clubs an seiner nächsten Sitzung das Angebot der HRS. Gibt er grünes Licht zu weiteren Verhandlungen mit dem Generalunternehmer, ist die Reihe an den Mitgliedern. Baer ist jedenfalls zuversichtlich.

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