Ohne Guezli keine Weihnachten

Wie halten sie es eigentlich mit den Weihnachtsguezli? Backen sie selber oder naschen sie nur? Und wenn ja, welche Sorten am liebsten? Wir haben Prominente aus der Region dazu befragt. Und einige spitzbübische Antworten erhalten.

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Guezli backen: Die einen tun es gerne, die anderen, weil es halt zu Weihnachten gehört. (Bild: Martina Basista)

Guezli backen: Die einen tun es gerne, die anderen, weil es halt zu Weihnachten gehört. (Bild: Martina Basista)

Sonja Nef: Ich bin eine Süsse. Darum stehe ich wohl auf Spitzbuben und Vanillekipferl. Selber backe ich mit den Mädchen aber lieber einfachere Guezli wie Mailänderli und Zimtsterne. Das heisst aber nicht, dass ich auf meine Favoriten verzichten muss, im Gegenteil: Die bekomme ich jeweils von meiner Mutter und Grossmutter geschenkt.

Martin Gehrer: Weihnachten ohne Guezli – für mich unvorstellbar. Ich freue mich immer extrem darauf. Bei uns ist es Tradition, dass eine grosse Guezliplatte neben dem Christbaum steht. Vor dem Heiligabend dürfte man keine essen. Eigentlich. Darum versteckt meine Frau, die jeweils etwa zehn Sorten bäckt, die Guezli auch. Ich gebe zu: ich suche sie gelegentlich. Dabei achte ich natürlich darauf, dass an Weihnachten noch was übrig ist. Besonders gern habe ich Zimtsterne ohne Zimt. Das heisst, nicht wirklich ohne Zimt, aber ohne Glasur. Willi Haag: Wenn ich Weihnachtsguezli sehe, kommt mir die Jugend in den Sinn. Speziell gern habe ich Haferflöckli-Guezli mit Glasur. Ein Rezept von meiner Mutter, das es heute nicht mehr gibt. Aber meine Schwester bäckt mir jedes Jahr ein Säckli voll davon. Auch Mailänderli mag ich. Weihnachtsguezli haben aber immer zwei Seiten. Einerseits freut man sich darauf, anderseits muss man sie dosiert geniessen. Darum nur ja nicht zu viele Sorten und sicher nicht selber backen.

Amanda Ammann: Bei den Weihnachtsguezli freue ich mich eher aufs Essen, nicht unbedingt aufs Backen. Das habe ich probiert, meistens kam es aber nicht so gut heraus, weil ich spezielle Sorten machen wollte. Bei uns bäckt eher die Grossmutter Guezli, und die sind halt schwierig zu toppen. Ausser Anisguezli habe ich eigentlich ziemlich alle gern.

Alan Germann: Gross müssen sie sein, die Brunsli. Und schwarz. Fast so schwarz wie die Piratenflaggen, die in den vergangenen zwei Jahren in unserem Dorf hingen. Darum lasse ich sie auch immer schön lange im Backofen. Dann nehme ich sie raus, lasse sie abkühlen und verputze sie zusammen mit den Kindern. Bis Weihnachten wird aber nochmals «nohguezlet». Auch von den anderen vier Sorten ist nicht mehr viel übrig. Die Kinder freut's.

Hans Peter Eugster: Das Backen überlasse ich den anderen. Meine Frau fängt schon Anfang Dezember an, aber die Guezli halten bei uns gar nicht lange. Und meine Mutter bäckt mir seit Jahren Schoggiherzli mit Zuckerglasur. Da kann ich locker ein Pfund «i eim Schnorz» essen. Wenn's sein muss, gebe ich auch vereinzelte ab. Sehr gerne mag ich auch Mailänderli. Manchmal packt es mich und ich esse ein paar Brunsli. Da ich aber allergisch auf Haselnüsse bin, bereue ich das schnell: Ich bekomme nämlich den «Pfnüsel». Patricia Rimle: Bloss keine Weihnachtsguezli. Die mag ich gar nicht. Nicht, weil ich auf meine Linie achten müsste, nein. Biberli und Schoggi schmecken mir einfach besser. Das liegt wohl in der Familie: Bei uns kommen selten bis nie Guezli auf den Tisch. Das heisst aber nicht, dass ich noch nie «guezlet» habe. Mit den Kindern von der Help-Samaritergruppe backe ich fast jedes Jahr welche. Jedenfalls habe ich lieber Grittibänzen als Süsses im Backofen.

Albert Gätzi: Ich mag Zimtsterne. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich langsam genug von Guezli. Während der Weihnachtszeit wird bei uns halt viel «guezlet»: 15 Sorten haben wir dieses Jahr im Angebot. Darum backen ich und meine Kinder privat keine. Trotzdem finde ich es reizvoll, die Ideen der Kunden umzusetzen. Beispielsweise gibt es immer solche, die grosse Guezli bestellen, auf denen Weihnachtsgrüsse für ihren Schatz geschrieben stehen.

Texte: Martina Kaiser, Corinne Allenspach

Sonja Nef Ex-Skirennfahrerin Mörschwil (Bild: Quelle)

Sonja Nef Ex-Skirennfahrerin Mörschwil (Bild: Quelle)

Martin Gehrer Regierungsrat Abtwil (Bild: Quelle)

Martin Gehrer Regierungsrat Abtwil (Bild: Quelle)

Willi Haag Regierungsrat Wittenbach (Bild: Quelle)

Willi Haag Regierungsrat Wittenbach (Bild: Quelle)

Amanda Ammann Miss Schweiz 2007 Zürich (Bild: Quelle)

Amanda Ammann Miss Schweiz 2007 Zürich (Bild: Quelle)

Alan Germann Schulratspräsident Häggenschwil (Bild: Quelle)

Alan Germann Schulratspräsident Häggenschwil (Bild: Quelle)

Hans Peter Eugster Kapo-Mediensprecher Mörschwil (Bild: Quelle)

Hans Peter Eugster Kapo-Mediensprecher Mörschwil (Bild: Quelle)

Patricia Rimle Miss Ostschweiz 2011 Muolen (Bild: Quelle)

Patricia Rimle Miss Ostschweiz 2011 Muolen (Bild: Quelle)

Albert Gätzi Dorfbeck Wittenbach (Bild: Quelle)

Albert Gätzi Dorfbeck Wittenbach (Bild: Quelle)