Ohne Dorfschreiner geht nichts

Unter dem Motto «Häggenschwil nach Noten» wurde am Wochenende in Häggenschwil gefeiert. OK-Präsident Walter Schwizer ist mehr als glücklich mit dem Anlass – trotz fehlender Domino-Menschen.

Perrine Woodtli
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Der Fürstenländer Kreismusiktag fand im Rahmen von «Häggenschwil nach Noten» bei der Schulanlage Rietwies statt. (Bild: Peer Füglistaller)

Der Fürstenländer Kreismusiktag fand im Rahmen von «Häggenschwil nach Noten» bei der Schulanlage Rietwies statt. (Bild: Peer Füglistaller)

HÄGGENSCHWIL. Absolut hervorragend. So erlebte Walter Schwizer den Fürstenländer Kreismusiktag am Wochenende in Häggenschwil. «Ich bin immer noch sehr zufrieden damit, wie das Fest verlaufen ist, und mehr als glücklich», sagt der Präsident des OK und der Musikgesellschaft Häggenschwil. Besonders der Gesamtchor mit den 600 Musikanten habe ihm gefallen. «Da gab es schon mal eine Gänsehaut.» Für Walter Schwizer war es der letzte Grossanlass. Nach knapp 15 Jahren im Amt gibt er sein Präsidium per 1. Juli ab.

Angewiesen auf jeden einzelnen

Trotzdem empfand Schwizer die Tage, die unter dem Motto «Häggenschwil nach Noten» standen, nicht als aussergewöhnlich. «Es war für mich nicht spezieller als sonst. Ich bin Präsident und habe diese Rolle gerne wahrgenommen. Aber als Erstes sehe ich mich als Musikant.» Um ein solches Fest auf die Beine zu stellen, brauche es zudem nicht bloss einen Präsidenten, sondern jeden einzelnen. «Ohne den Dorfschreiner zum Beispiel geht nichts. Ständig ruft jemand <Kannst du mir noch ein Brett holen> oder <Wir brauchen noch eine Garderobe>.»

Reibungsloser Ablauf

Auch der knapp gescheiterte Weltrekord im Menschen-Domino schlug laut Schwizer nicht auf die Stimmung. Dieser wurde um 130 Menschen verfehlt. «Natürlich wäre es schön gewesen, den Weltrekord zu brechen. Aber der Weg bis dorthin, das gegenseitige Motivieren und das Mitfiebern waren es auf jeden Fall wert.»

Die Aufräumarbeiten sind laut Schwizer noch in Gang. «Auch hier leisten alle hervorragende Arbeit», sagt Schwizer und ergänzt: «Uns ist nicht nur ein schönes Fest wichtig, sondern auch die Arbeit danach.» Man wolle schliesslich, dass die Bauern auch weiterhin ihre Infrastrukturen zur Verfügung stellen. «Das ist unsere Motivation während des Aufräumens.»

Fotos unter www.tagblatt.ch/bilder

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