Offener Brief für den Erhalt der Kanti Wattwil

ST. GALLEN. Vertreter der Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg haben gestern am Rande der Kantonsratssession der St. Galler Regierung einen offenen Brief überreicht. Sie reagieren damit auf die Diskussion rund um den Kantonsschulstandort Wattwil, dem Konkurrenz aus dem Linthgebiet erwächst.

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ST. GALLEN. Vertreter der Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg haben gestern am Rande der Kantonsratssession der St. Galler Regierung einen offenen Brief überreicht. Sie reagieren damit auf die Diskussion rund um den Kantonsschulstandort Wattwil, dem Konkurrenz aus dem Linthgebiet erwächst.

«Wichtiger Wirtschaftsfaktor»

«Unsere Bildungsinstitutionen sind wichtige Wirtschaftsfaktoren», schreibt die Toggenburger Wirtschaft im gestrigen Communiqué. Die St. Galler Regierung wird im offenen Brief aufgefordert, sich zum Kantonsschulstandort Wattwil zu bekennen.

Die Arbeitsplätze im Bereich Bildung und das umfassende Bildungsangebot mit Kantonsschule und Berufsschule seien «wichtige Angebote für die wirtschaftliche Wertschöpfung und eine umfassende Standortpolitik der Region». Hier würden Arbeitsplätze geschaffen und Menschen ausgebildet, die sich später wiederum in der Region und für die Region engagierten, heisst es im Communiqué weiter. Die Region bleibe dank des Bildungsangebots attraktiv für Familien mit Kindern im Ausbildungsalter.

Neubau, aber in Wattwil

Der Bildungsstandort Wattwil-Lichtensteig sei «enorm wichtig für die Toggenburger Wirtschaft». Der Arbeitgebervereinigung der Region Toggenburg setze sich deshalb vehement dafür ein, dass die Bildungsinstitutionen ganzheitlich weiterentwickelt werden. Dazu gehörten die bauliche Sanierung und der Ausbau der Kantonsschule Wattwil und des Berufs- und Weiterbildungszentrums Toggenburg.

Weil ein Neubau der Kantonsschule aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen sinnvoller erscheine, sei die Evaluation eines neuen Standorts in Wattwil der richtige Weg. Dass sich eine Campuslösung aus Berufsschulzentrum und Kantonsschule aufdränge, «könnte für die Region Toggenburg eine grosse Chance sein». Es könnten neue Infrastrukturmodelle entwickelt und innovative Beschulungsformen getestet werden. Das Communiqué schliesst geradezu schwärmerisch: «Die Region Toggenburg avancierte kantonsweit zum Pilotmodell mit Vorbildcharakter.» (cz)

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