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OFFENE ATELIERS: Einblick ins kreative Laboratorium

Zum vierten Mal hat «Fünfstern» eingeladen, an offenen Ateliertagen die Werkstätten von Kunstschaffenden in der Stadt St. Gallen zu besuchen. Was gibt es beispielsweise im Dachatelier zu sehen?
Andreas Stock
Kreatives Chaos im Atelier von Peter Dew (Zweiter von rechts). (Bild: Andreas Stock)

Kreatives Chaos im Atelier von Peter Dew (Zweiter von rechts). (Bild: Andreas Stock)

Es sind intime Orte. Darum treten die Besucherinnen und Besucher mit einer leichten Zurückhaltung über die Schwelle, oder klopfen an die offene Türe. Die Scheu hat nichts mit Schwellenangst zu tun, sondern mit einem gewissen Respekt. Schliesslich wird Zugang in Räume gewährt, die sonst der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Genau das ist der Reiz von «Fünfstern», den Tagen der offenen Künstlerateliers.

Am Wochenende haben beinahe 70 Künstlerinnen und Künstler aus der Stadt ihre Türen geöffnet – eine persönliche Auswahl zu machen ist also unabdingbar. Bequem sind beispielsweise Liegenschaften und Strassen, in denen gleich mehrere Ateliers zu finden sind. Im Dachatelier an der Teufenerstrasse beispielsweise. Unten die Galerie Werkart von Alexandra Oestvold, oben die Ateliers von Harlis Schweizer, Claudia Züllig, Fabienne Lussmann und Peter Dew. Während des Besuchs am Samstagnachmittag zeigt sich im Atelierhaus ein stetiges Kommen und Gehen. Zwar werden Freunde und Bekannte begrüsst, doch der Kreis der Interessierten geht weit übers Familiäre hinaus. «Ich finde es spannend, wenn die Künstlerin von ihrer Arbeit erzählt», flüstert eine Besucherin, während uns Harlis Schweizer erzählt, wie ihre Bilderserie zwischen St. Gallen und Algerien entstanden ist. Solche Erläuterungen und Einblicke in den kreativen Prozess sind ein Motiv von «Fünfstern». Während in Ausstellungen meist der Blick auf die vollendeten Werke zu erleben ist, lässt sich in den Ateliers dem Weg dorthin nachspüren.

Kreatives Chaos und Skizzenhefte

Das kreative Chaos schlägt einem geradezu entgegen, wenn man das Atelier von Peter Dew betritt. Seine Schrifttafeln sowie frühere Installationen treffen auf die vielfältigsten Alltagsgegenstände, die das künstlerische Schaffen von Dew befeuern. Faszinierend auch die Arbeitsweise von Claudia Züllig und Fabienne Lussmann. Sie zeigen neben abgeschlossenen Arbeiten solche, die noch unvollendet sind und gewähren Einblick in Skizzenhefte und Studien. Dabei entstehen angeregte Gespräche darüber, wann sie wie skizzieren und in welchen Situationen sie mit der Fotokamera eine bestimmte Situation festhalten. Die kreative Auseinandersetzung mit einem Thema oder Sujet wird einem so erhellend vor Augen geführt.

Am kommenden Wochenende sind es dann mehr als 150 weitere Kunstschaffende in den Kantonen St. Gallen, beiden Appenzell und Thurgau, die dazu einladen, ihr kreatives Laboratorium zu besuchen.

Andreas Stock

andreas.stock@tagblatt.ch

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