Offen mit den Lehrern reden

Der Alltag in der Volksschule der Stadt St. Gallen funktioniert. In den Kinderhorten, Kindergärten und Schulhäusern wird in aller Regel gute Arbeit geleistet.

Reto Voneschen
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Der Alltag in der Volksschule der Stadt St. Gallen funktioniert. In den Kinderhorten, Kindergärten und Schulhäusern wird in aller Regel gute Arbeit geleistet. Zu verdanken ist das der Basis – dem Engagement von Hort-Personal, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Lehrern, aber auch von Hilfspersonal und zunehmend von Freiwilligen. Ihre Motivation, trotz steigender Ansprüche, trotz zunehmender Probleme gute Arbeit zu leisten, ist das wichtigste Kapital der Volksschule.

Seit bald vier Jahren steht Markus Buschor der Direktion Schule und Sport vor. Sie war nie das Wunschdepartement des Architekten. Die Mission, mit der er 2012 antrat und gewählt wurde, war die Beseitigung von Missständen in der Bauverwaltung. Der Stadtrat entschied anders; er «verbannte» Buschor in den Bildungsbereich. Trotzdem macht der Parteilose dort seinen Job nicht schlechter als seine Vorgängerinnen.

Keine von ihnen war vor heiklen Situationen und Entscheiden gefeit. Keine von ihnen stand – mindestens im Empfinden der Lehrer – nicht ab und zu in einen Fettnapf. Trotzdem: Markus Buschor hat ein Problem, das er angehen muss. Er und seine Verwaltung liegen im Clinch mit Teilen der Lehrerschaft. Einzelne Vorfälle haben die Stimmung getrübt. Das Ausräumen des so aufgebauten Misstrauens ist eine grosse kommunikative Aufgabe. Und genau bei der Kommunikation hat die Schulverwaltung ein Manko. Diese Lücke zu schliessen, könnte ein gutes Ziel für den Schuldirektor in der nächsten Legislatur sein. Dass Markus Buschor am 25. September wiedergewählt wird, ist nämlich ziemlich wahrscheinlich.