Nur wenige Berater kamen für Stadtwerke in Frage

Gossau Für das Projekt «Verselbständigung der Stadtwerke» wurde nur ein Nachtragskredit und nicht deren vier erteilt. Dies hält der Stadtrat in seiner Antwort auf die Einfache Anfrage «Ausufernde Beratungs- und Informatikkosten bei den Stadtwerken» von SVP-Parlamentarier Markus Rosenberger fest.

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Gossau Für das Projekt «Verselbständigung der Stadtwerke» wurde nur ein Nachtragskredit und nicht deren vier erteilt. Dies hält der Stadtrat in seiner Antwort auf die Einfache Anfrage «Ausufernde Beratungs- und Informatikkosten bei den Stadtwerken» von SVP-Parlamentarier Markus Rosenberger fest. Bei den übrigen «Nachtragskrediten» handle es sich lediglich um Kreditfreigaben. Bis zur Volksabstimmung über die Verselbständigung der Stadtwerke rechnet der Stadtrat mit Gesamtkosten von 240 000 Franken.

Der Stadtrat verneint zudem die Frage, ob für die rechtliche Beratung hinsichtlich der Verselbständigung mehrere Offerten eingeholt worden seien. Der Beizug eines Beraters in einem spezifischen Fachgebiet lasse sich nicht mit einer Beschaffung vergleichen. «Je spezieller ein Thema ist, desto kleiner ist die Anzahl der dafür in Frage kommenden Experten.»

Rosenberger wollte weiter wissen, weshalb die Kosten für die zentrale Fernauslesung wiederholt «komplett ausgeufert» seien. Diese Kostenüberschreitungen stamme von den Technischen Betrieben Flawil, welche diese Dienstleistung für die Stadtwerke Gossau erbringe. Es sei denkbar, diese Vereinbarung zu kündigen.

Ob nicht eine Stärkung der politischen Führung in diesem «Schlüsselressort» angezeigt wäre, lautete Rosenbergers Schlussfrage. Hier antwortet der Stadtrat, dass mit der Verselbständigung eine Entflechtung von Leitung und Aufsicht vorgesehen sei. Bei einem Ja der Stimmbürger werde ab 2018 ein fachlich besetzter Verwaltungsrat die Stadtwerke leiten. (jw)

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