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Nur noch eine Erinnerung

Fasnachtszeitung Ausgelassenes Narrentreiben wie im süddeutschen Raum, speziell am Bodensee, oder in Städten wie Köln oder Mainz am Rhein hat sich in St. Gallen nie etabliert. In der alten Stadtrepublik war Fasnacht eine nüchterne Angelegenheit. Nach dem Verschwinden der alten Stadt und Republik St. Gallen in der Helvetischen Revolution von 1798 dauerte es Jahrzehnte, bis sich ein Fasnachtsbrauch etab­lierte. Angesichts vieler überlieferter Belege ist davon auszugehen, dass sich diese Narrenzeit am deutschen Fasching orientierte. Darauf deutet beispielsweise auch der Titel der Fasnachtszeitung von 1914 mit der Karikatur zur Stadtverschmelzung hin.

Narrenblätter als Beilage zur Tageszeitung

Diese Fasnacht erlebte ihren Höhepunkt im Stickereiboom vor 1914. Reste davon, vor allem Fasnachtsbälle überlebten bis in die 1950er- und 1960er-Jahre. Parallel zum langsamen Untergang des St. Galler Fasching begannen neue Bräuche ganz langsam Fuss zu fassen. 1947 wurde etwa die erste Stadtsanktgaller Gugge gegründet. Und ab Anfang der 1970er-Jahre entwickelte sich die städtische Fasnacht, so wie wir sie heute kennen.

1873 soll gemäss einem Text von Ehren-Födlebürger Kurt Kern die erste Fasnachtszeitung in der Stadt erschienen sein. Die Tradition einer fasnächtlichen Beilage, in der aktuelle Themen glossiert wurden, wurde in St. Gallen zuletzt noch von der katholischen Tageszeitung «Die Ostschweiz» gepflegt. Der «Gallemescht» wurde bis Mitte der 1980er-Jahre herausgegeben.

1994 unternahm der Journalist und Fasnächtler Jörg Krummenacher einen Versuch, die alte Tradition wiederzubeleben. Die «St. Galler Fasnachtszeitung» musste aber nach einigen Jahren wieder eingestellt werden. (vre)

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