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«Nur eine Finanzspritze kann die Weiher retten»

Hilfe «Entenweiher gehören zur Stadt und sind ein kulturelles Erbe der Quartiere», sagt Christian Müller, Präsident der Volière-Gesellschaft St. Gallen. Deshalb müsse etwas geschehen, damit diese eine Zukunft hätten. Im Brief von Hans Martin Schibli, Leiter Arbeitsgruppe Mühleggweiher, wird die Volière-Gesellschaft explizit als mögliche Kandidatin erwähnt. «Ich weiss, dass Schibli eine Gesamtlösung sucht. Aber ich weiss nicht, wie der Stand der Dinge ist.» Müller wäre jedoch sofort parat, die Pflege der städtischen Entenweiher zu übernehmen. Doch es gibt einen entscheidenden Punkt: «Das ist nur möglich, wenn die Stadt die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellt.»

Christian Müller teilt die Bedenken von Hans Martin Schibli bezüglich Zukunft der St. Galler Entenweiher. Leider werde die ehrenamtliche Arbeit immer weniger geschätzt. «Das spüren wir auch bei der Volière», sagt Müller. So müsse die Gesellschaft stetig um die nötigen finanziellen Mittel kämpfen. «Hans Martin Schibli sowie Andreas Gattiker, sein Pendant beim Nestweiher im Riethüsli, haben etliche Stunden Arbeit in die Weiher gesteckt.» Es wäre schade, wenn diese Arbeit in den nächsten Jahren nicht weitergeführt würde. Denn ohne ihren Einsatz würden die Weiher verlanden und die Tiere irgendwann sterben.

Sollen die Flügel noch gestutzt werden?

Dank der Arbeit von Schibli und Gattiker verfügten die beiden Weiher über eine hervorragende Infrastruktur für Enten. So sind laut Müller beispielsweise beide gegen Katzen und Marder gesichert. «Auch der natürliche Wasserzufluss ist bei beiden Weihern gewährleistet.» In den Mühleggweiher fliesst Wasser aus dem Manneweiher, in den Nestweiher aus Oberhofstetten. Und da beides Naturgewässer seien, würden auch genügend Fische darin schwimmen.

In seinem Brief schreibt Hans Martin Schibli weiter, dass die tierschutzgesetzlichen Anforderungen immer strenger werden. Dies bestätigt auch Christian Müller. «Die Vorschriften werden stetig verschärft. Irgendwann stossen wir jedoch an unsere Grenzen, wenn beispielsweise die Mindesthöhe eines Vogelgeheges erhöht wird.» Er könne ja nicht einfach die Volière kurzerhand ausbauen. Ein grosses Thema sei zudem das sogenannte Kupieren. «Enten auf dem Nest- und Mühleggweiher sollten nicht mehr flugunfähig gemacht werden», sagt er. Das hätte jedoch zur Folge, dass die «Austellungsobjekte» der Weiher davonfliegen könnten. Anders sei das bei den Vögeln und Enten in der Volière: «Wir haben die Erlaubnis noch.» Auch in den meisten Zoos würden den fliegenden Tieren die Flügel im Moment noch gestutzt. Aber auch dort werde dieses Thema heiss diskutiert. «Der Basler Zoo versuchte beispielsweise einmal, bei den Flamingos auf das Kupieren zu verzichten», sagt Müller. Prompt seien einige Tiere ausgeflogen und durch die Strassen der Basler Innenstadt stolziert.

Ein ausgebildeter Tierpfleger würde laut Müller über das nötige Fachwissen verfügen, die Tiere artgerecht zu behandeln. «Gerade bei dem Thema Kupieren stossen die ehrenamtlichen Helfer schnell an Grenzen.» Deshalb wäre eine gesamtheitliche Lösung für alle städtische Entenweiher gemäss Müller der richtige Weg. (ren)

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