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Nur ein Fünftel wird's schaffen

14 Listen mit insgesamt über 300 Kandidierenden wurden für die Parlamentswahlen im Herbst eingereicht. Das sind deutlich mehr als bei den Wahlen 2008. Neben altbekannten mischen im Wahlkampf auch neue Parteien mit.
Tobias Hänni
Hier wollen sie alle rein: 308 Männer und Frauen kandidieren fürs Stadtparlament, das jeweils im oberen Stock des Waaghauses tagt. (Bild: Hanspeter Schiess)

Hier wollen sie alle rein: 308 Männer und Frauen kandidieren fürs Stadtparlament, das jeweils im oberen Stock des Waaghauses tagt. (Bild: Hanspeter Schiess)

Wenn im September das Stadtparlament neu gewählt wird, dann werden 80 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten nichts zu lachen haben. Auf den 14 Listen, die bis am Montag bei der Stadtkanzlei eingereicht wurden, stehen insgesamt 308 Namen – Sitze gibt es jedoch nur 63 zu besetzen. Kurz: Nur ein Fünftel wird es schaffen. Ein Grossteil der Mandate wird dabei wohl an jene Kandidaten gehen, die bereits im Stadtparlament sitzen. 53 Bisherige liessen sich nochmals zur Wahl aufstellen. Wird von ihnen niemand abgewählt, werden die 255 Neuen um zehn Sitze kämpfen müssen.

Kein Rekordandrang

Das ist ein freier Sitz mehr als bei den letzten Parlamentswahlen im Jahr 2008. Damals kandidierten insgesamt aber auch nur 285 Personen für ein Mandat. Als Rekord werden die Wahlen im Herbst aber nicht in die städtischen Geschichtsbücher eingehen: Im Jahr 2004 stellten sich mit 346 Kandidaturen deutlich mehr Personen zur Wahl.

Der Frauenanteil ist bei den kommenden Wahlen eher tief: Von den 308 Kandidaturen wurden 133 von Frauen eingereicht, was einem Anteil von 43 Prozent entspricht. In den Jahren 2004 und 2008 lag der Anteil bei jeweils 45 Prozent.

Neue ohne Frau

Gut ein Viertel der Kandidatinnen wird von der Politischen Frauengruppe (PFG) gestellt. Für die Partei steigen 31 Frauen ins Rennen um einen Sitz im Waaghaus. Ebenfalls viele weibliche Kandidierende weist die Liste der Grünen auf: Von 38 Personen sind 22 Frauen. Bei der SP steht – entsprechend der Parteipolitik – hinter genau der Hälfte der Kandidaturen eine Frau. Die Partei stellt je 16 Frauen und Männer zur Wahl. Ebenfalls eine hohe Frauenquote weisen die Listen der Jungen Grünen und der Juso auf.

Bei CVP, FDP und SVP sind die Frauen mit einem Anteil zwischen 10 (SVP) und knapp 20 Prozent (FDP) deutlich in der Minderheit. Gar keine Frauen findet man auf den Listen der Schweizer Demokraten (SD), der Piratenpartei, der BDP und der vom ehemaligen SVP-Stadtparlamentarier neu zu gründenden «Unabhängigen Volkspartei» (UVP).

Die Grünen haben am meisten

Diese kleinen und – abgesehen von der SD – relativ jungen Parteien weisen ohnehin sehr wenige Kandidaten auf. Auf der Liste der UVP stehen gerade einmal zwei Namen: Neben Christian Hostettler geht ein weiterer Kandidat für die neue Partei ins Rennen. Für die SD kandidieren drei Personen, für die BDP fünf und für die Piratenpartei sechs. An der Spitze stehen die Grünen mit 38 Kandidaturen, gefolgt von SP und FDP mit je 32. Das Altersspektrum der Kandidierenden ist wie gewohnt sehr breit und reicht von stolzen 71 bis zu jugendlichen 18 Jahren. Wirklich überraschende Kandidaturen sind auf den ersten Blick keine auszumachen.

Neun Kandidierende für Stadtrat

Laut Stadtschreiber Manfred Linke hat es bei der Bereinigung der Listen keine grossen Unregelmässigkeiten gegeben. «Bei zwei Parteien haben eine Minderjährige respektive ein Ausländer die Liste mitunterzeichnet», sagt Linke. Auf den Fehler aufmerksam gemacht, hätten die Parteien jedoch die Unterschrift von berechtigten Personen «problemlos» nachgeliefert. Für die Beglaubigung einer Liste muss diese von 15 in St. Gallen wohnhaften Stimmberechtigten unterschrieben werden.

Die Stadtratskandidaturen sind alle korrekt eingereicht worden. Neun Personen möchten im Herbst auf einen der fünf Stadtratssitze gewählt werden: Ruedi Blumer und Sylvia Huber von der SP, Nino Cozzio und Patrizia Adam-Allenspach (beide CVP), der parteilose Markus Buschor, Markus Straub (SVP), Christian Hostettler (UVP) sowie Fredy Brunner und Thomas Scheitlin für die FDP. Scheitlin kandidiert als einziger für das Amt des Stadtpräsidenten.

Bild: TOBIAS HÄNNI

Bild: TOBIAS HÄNNI

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