Nun muss endlich Vernunft walten

«Vorwärts an den Start», Ausgabe vom 16. September

Ernst A. Winiger
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Als Verfechter eines Wiederaufbaus des «Freihofs» bin ich anlässlich des runden Tisches vom 26. September, wo sich trotz intensiver Diskussion keine der Fronten aufweichen liess, doch ins Grübeln geraten. Ein Neubau müsste wieder alle Institutionen durchlaufen, eventuell sogar einen neuen Wettbewerb anstossen, was ungemein viel Zeit und Kosten in Anspruch nehmen würde. Mit einer Einsprache gegen den Abbruch müsste wieder gerechnet werden und so verzögerte sich die Angelegenheit von Neuem ins Unermessliche.

Es sollten nun doch «Nägel mit Köpfen» gemacht werden, aber so ist das nicht möglich. Die Fronten müssen aufgeweicht und ein gemeinsamer Konsens gefunden werden. Im Interesse der Sache muss nun die Vernunft walten.

Ich habe mir Gedanken gemacht und folge der Logik, dass nach dem abgelehnten Projekt von Beat Consoni kein neues Haus erstellt werden soll, sondern die Renovation des bestehenden mit allen Vor- und Nachteilen. Dies aus den oben erwähnten Gründen und dem Zeitgewinn, den eine Renovation verspricht. Mit Einsprachen, woher auch immer, muss nicht gerechnet werden, und der «Vorschlag Knill» liegt auf dem Tisch. So wäre in absehbarer Zeit eine abstimmungsreife Vorlage zu schaffen, und wir dürfen uns damit schon bald eines wiedererstandenen, schönen «Freihofs» erfreuen – vielleicht sogar als «Generationenhaus».

Ernst A. Winiger

Fahrnstrasse 35, 9402 Mörschwil