Nonne überfahren – Vier Jahre Gefängnis gefordert

UZNACH. Am Donnerstag muss sich der 28-jährige Mann vor Gericht verantworten, der im September 2008 in Benken eine 73-jährige Nonne angefahren und tödlich verletzt hat. Der Mann soll vier Jahre ins Gefängnis.

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Eine Nonne ist auf dem Fussgängerstreifen überfahren worden. (Bild: Chris Mansfield)

Eine Nonne ist auf dem Fussgängerstreifen überfahren worden. (Bild: Chris Mansfield)

Diese Strafe fordert die St.Galler Staatsanwaltschaft. Sie wirft dem kroatischen Maurer fahrlässige Tötung vor. Der Unfall in Benken hatte im Herbst vergangenen Jahres für Schlagzeilen gesorgt.

Die betagte Nonne wollte zusammen mit ihrer Zwillingsschwester - wie sie selbst eine Klosterfrau - beim Gemeindehaus von Benken auf einem Fussgängerstreifen die Strasse überqueren. Während ihre Schwester das Trottoir auf der anderen Strassenseite erreichte, wurde die Frau von einem Auto erfasst. Sie starb noch am Unfallort.

Der Fahrer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um die Klosterfrau zu kümmern. Er konnte noch am selben Abend von der St.Galler Polizei ermittelt werden. Der Mann hatte 0,54 Promille Alkohol im Blut. Dass er den Unfall in Benken verursacht hatte, gestand er.

Im September vergangenen Jahres besass der 28-jährige Mann keinen gültigen Führerausweis. Vor dem tragischen Verkehrsunfall in Benken war ihm das «Billett» bereits vier Mal entzogen worden. (sda)

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