Noch kleiner als sie sich vorstellen kann

Rorschach sei die erste Station auf ihrer Reise durch die Schweiz, sagt die Chinesin Di Huiqing. Im Internet habe sie Bilder davon gesehen und Gefallen an der Landschaft und dem See gefunden. «Ich mag Städte, die an einem See liegen», sagt Pekingerin.

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Di Huiqing, 39, Bankerin aus Peking. (Bild: Ursina Ghilardi)

Di Huiqing, 39, Bankerin aus Peking. (Bild: Ursina Ghilardi)

Rorschach sei die erste Station auf ihrer Reise durch die Schweiz, sagt die Chinesin Di Huiqing. Im Internet habe sie Bilder davon gesehen und Gefallen an der Landschaft und dem See gefunden. «Ich mag Städte, die an einem See liegen», sagt Pekingerin. Gestern sei sie mit ihrem Mann und ihren Kindern sowie einer befreundeten Familie angekommen, nun folge eine zehntägige Reise. «Luzern, Interlaken, Zürich», zählt sie einige der weiteren Stationen auf.

Die Bankerin spricht ein glasklares Englisch, hin und wieder bringt sich ihr Mann ins Gespräch mit ein, der neben ihr auf der Bank sitzt. Sie seien bereits das zweite Mal in der Schweiz. Ihnen gefalle das Wetter, die Landschaft – «und dass es hier so wenig Leute hat». «Wie viele Einwohner hat Rorschach überhaupt? Vielleicht 100 000?», fragt sich die kleine Reisegruppe. Aus ihren Blicken wird nicht so recht klar, ob sie wirklich glauben wollen, dass es knapp ein Zehntel so viele sind.

«Und St. Gallen», fragt Di Huiqing weiter, «was gibt es da zu sehen?» Ja, von der Stiftsbibliothek habe sie natürlich schon gehört. Dass diese lediglich zehn Minuten vom Bahnhof entfernt sei, erfreut und überrascht die Grossstädter wiederum gleichermassen. (urg)