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Noch kein Schutz vor Wasser

Ende Juli werden die Bauarbeiten beim Rütiweier vorerst beendet. Der Damm, der dereinst St. Georgen vor Hochwasser schützen soll, steht dann aber noch nicht. Es fehlt an Baumaterial.
Elisabeth Reisp
Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

Am Rütiweiher rumpeln Bagger und andere Baumaschinen über den staubigen Boden. Noch knapp zwei Wochen werden sie dort Staub aufwirbeln, dann wird die Baustelle vorübergehend stillgelegt. Allerdings ohne den Damm fertiggebaut zu haben. Wann die Truppe ihre Arbeit wieder aufnimmt, ist offen. Es muss zuerst geeignetes Material gefunden werden, um den Erdwall zu erstellen. «Das gestaltet sich schwieriger als erwartet», sagt Rolf Kretzer, Leiter Wasserbau vom städtischen Tiefbauamt.

Es fehlen 15000 Kubikmeter lehmiger Aushub, der frei von Kies und organischem Material ist. Die Suche nach geeignetem Aushub dauert nun schon seit Monaten an. «Wir haben bei vielen Baustellen angefragt, bisher ohne Erfolg», sagt Kretzer. Erde, die auf den ersten Blick geeignet schien, entpuppte sich im Labor als ungeeignet. «Wir suchen auf Baustellen im Umkreis von 25 bis 30 Kilometern. Alles andere wäre ökologisch nicht sinnvoll», sagt Kretzer.

Ein Erdwall fürs Schutzgebiet

Würde eine Staumauer aus Beton gebaut, gäbe es keine Verzögerung. Am Rütiweiher wird aber ein Erdwall erstellt. «Das wurde vermutlich seit 30 oder mehr Jahren in der Schweiz nicht mehr gemacht.» Da es sich aber um ein Schutzgebiet handle, wolle man keine unnötigen Bauten hinstellen, sondern das Waldstück so unberührt wie möglich lassen.

Für Sicherheit in St. Georgen

Der Wall soll ein etwaiges Jahrhundertwasser zurückhalten, das andernfalls die Steinach runtertosen würde und in St. Georgen grosse Schäden anrichten könnte.

Derzeit ist der Rütiweiher so klein, kaum mehr als ein idyllisches Biotop in einem Einfamilienhausgarten. Der Schein trügt: «Wenn das Wasser kommt, dann kommt es hier wahnsinnig schnell», sagt Kretzer, der das Gebiet um St. Georgen kennt wie seine Westentasche. Er lebt seit über 60 Jahren im Quartier. Der Damm wird so gebaut, dass er 100 000 Kubikmeter Wasser zurückhalten könnte. Sollte auch das nicht mehr reichen, schwappt das Wasser beim Notüberlauf über und fliesst so in die Steinach. Die Grösse des Dammes habe der Bund durch seine Stauanlagenverordnung vorgegeben. «Auch wenn die Dimensionen vielleicht grosszügig berechnet wurden, diese Auflagen müssen wir einhalten, sonst hätten wir keine Bewilligung erhalten», sagt Kretzer.

Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

Beim Rütiweiher wird ein Rückhaltebecken als Hochwasserschutz gebaut. (Bild: Peter Käser)

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