Noch einmal acht Millionen für Ara Hofen

Die 100jährige Abwasserreinigungsanlage (Ara) Hofen wird schrittweise saniert. Die vierte und letzte Etappe steht an, und in diese müssen noch einmal 8,2 Millionen investiert werden. Der Stadtrat stellt einen entsprechenden Antrag ans Stadtparlament.

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Die vierte Sanierungsetappe für die Ara Hofen steht an. (Archivbild: Urs Bucher)

Die vierte Sanierungsetappe für die Ara Hofen steht an. (Archivbild: Urs Bucher)

Vor mehr als sieben Jahren hat das Stadtparlament einer schrittweisen Sanierung der Abwasserreinigungsanlage (Ara) Hofen zugestimmt. Die ersten drei Etappen konnten bis Mitte Juni dieses Jahres abgeschlossen werden. Nun steht die vierte und letzte Etappe an. Die Kosten dafür belaufen sich auf 8,2 Millionen Franken. Davon entfallen 6,8 Millionen auf die Stadt. Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament einen entsprechenden Kredit.

Optimieren, aber nicht steigern

In der letzten Etappe sollen gemäss der Vorlage des Stadtrates bis Ende 2017 die Reinigung des Wassers und die Energieeffizienz optimiert werden. Auf eine Leistungssteigerung wird jedoch bewusst verzichtet. Der Stadtrat hält in der Vorlage fest, dass die Ara Hofen, mit wenigen Ausnahmen beim Nitrit, gute Reinigungsleistungen erbringt. Auch haben Abklärungen gezeigt, dass die Beckengrösse für die aktuelle Belastung ausreichend sei. Eine Leistungssteigerung sei zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Asbest in den Faultürmen

Mit 35 Jahren haben diverse Anlagen und Maschinen ihre Nutzungsdauer erreicht. In der biologischen Reinigungsstufe werden daher die Gebläse sowie die Prozessmesseinrichtungen ausgewechselt. Arbeiten müssen auch an den beiden Faultürmen vorgenommen werden. Diese bestehen gemäss Stadtratsvorlage ebenfalls seit 35 Jahren und sind zum Teil erheblich beschädigt und ausserdem asbesthaltig. Nach 40 Jahren wird nun auch der Ablaufkanal zwischen Nachklärbecken und dem Weiher zum Abwasserkraftwerk saniert.

Jener Teil des Strassenbelags auf dem Areal der Ara, welcher nicht im Zuge der ersten drei Etappen saniert wurde, wird nun in der vierten Etappe angegangen. Zudem werden zwei Brenner durch einen Öl- und einen Klärgasbrenner ersetzt. Aus Sicherheitsgründen werden auch die gesamte zentrale Brandmeldeanlage sowie die Gasmeldeanlage durch neue ersetzt.

Kein Badeverbot mehr

Das Einzugsgebiet der Abwasserreinigungsanlage umfasst das Zentrum und den Osten der Stadt sowie Wittenbach und Teile von Speicher. Bis vor einem Jahr floss das gereinigte Abwasser in die Steinach, die aus diesem Grund zu den am stärksten belasteten Gewässern der Schweiz gehörte. Seit Juni 2014 fliesst das Abwasser durch eine Druckleitung zum Kraftwerk Morgental und von dort in den Bodensee. Durch die gewonnene Wasserqualität konnte das Badeverbot in der Steinach aufgehoben werden. (rsp)