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Noch ein Tunnel fürs Riethüsli?

In Teufen wird wieder einmal über Eisenbahntunnels diskutiert. Eine Vision sieht ein Projekt vor, das sogar St. Galler Stadtgebiet berühren könnte. Allerdings gilt vorläufig: Da wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
In Teufen wird derzeit wieder einmal über die Ortsdurchfahrt der Appenzeller Bahnen diskutiert. Eine neue Vision ist ein Tunnel, dessen nördliches Ende in die Liebegg im Riethüsli (Bild) zu liegen kommen soll. (Bild: Patrik Kobler)

In Teufen wird derzeit wieder einmal über die Ortsdurchfahrt der Appenzeller Bahnen diskutiert. Eine neue Vision ist ein Tunnel, dessen nördliches Ende in die Liebegg im Riethüsli (Bild) zu liegen kommen soll. (Bild: Patrik Kobler)

Dereinst, voraussichtlich ab Ende 2016, werden die Züge der Appenzeller Bahnen (AB) vom alten St. Galler Güterbahnhof im Ruckhaldetunnel ins Riethüsli rollen. An der Oberstrasse fahren sie dafür «ins Loch», neben der gewerblichen Berufsschule im Tal der Demut verlassen sie es wieder. Die Bauarbeiten an diesem Projekt sollen 2014 starten.

Tunnelportal in der Liebegg

Geht es nach der Vision von Christian Meng, Kantonsrat und Mitglied der IG Dorfgestaltung in Teufen, sind die Züge dann im Riethüsli nur ein paar hundert Meter oberirdisch unterwegs. In der Liebegg, am Ende der heutigen Doppelspur am Stadtausgang, sollen sie bereits wieder im Tunnel verschwinden und Direttissima durch den Berg zum Bahnhof Teufen fahren.

Eingebracht hat Christian Meng seine grosse Tunnelvision in die derzeit laufende Debatte um die Ortsdurchfahrt der Appenzeller Bahnen in Teufen. Das die heutige, oberirdische Führung der Gleise parallel zur Hauptstrasse nicht mehr zeitgemäss ist, bezweifelt hier inzwischen kaum mehr jemand. Die Meinungen darüber, auf welcher Route die Züge dereinst verkehren sollen, sind aber geteilt.

Meng sieht für seine neue Variante gemäss Appenzeller Zeitung diverse Vorteile: Vorab könnten verschiedenste Sicherheitsprobleme mit einem Schlag gelöst werden. Dies, weil die vielen Bahnübergänge in Teufen aufgehoben werden könnten. Das Geld für ihre Sanierung, immerhin eine halbe Million Franken, könnte man sich nach Meinung von Meng sparen und in die vor dem grossen Tunnelbau vorübergehend nötige Doppelspur stecken.

Fahrt bis zehn Minuten kürzer

Ein Tunnel vom Riethüsli nach Teufen brächte gemäss Meng eine bedeutend kürzere Fahrzeit. Seiner Rechnung nach könnten acht bis zehn Minuten gespart werden. Wie teuer so ein Tunnel würde, ist allerdings nicht klar. Meng verweist im Gespräch mit der Appenzeller Zeitung aber darauf, dass die Strecke zwischen Teufen und dem Riethüsli ziemlich gerade verlaufen könnte, was die Baukosten gegenüber einem kurvenreichen Tunnel sicher senke.

Die Stadt St. Gallen spielt in den Überlegungen von Christian Meng allerdings nicht nur eine Rolle als Standort fürs nördliche Tunnelportal seines Projektes. Mit der direkten Eisenbahnlinie vom Bahnhof Teufen ins Riethüsli würden Wohngebiete entlang der heutigen Gleise teilweise ihre ÖV-Haltestelle verlieren. Meng könnte sich vorstellen, für sie die Linie 5 der Verkehrsbetriebe St. Gallen vom Riethüsli nach Teufen zu verlängern. Eine andere Möglichkeit wäre der Ausbau des Angebots der Publicars oder ein neuer Shuttlebus.

Doppelspur oder Teiltunnel

Offiziell werden derzeit zwei Projekte für die Ortsdurchfahrt Teufen der Appenzeller Bahnen parallel studiert. Zum einen ist das ein Doppelspurausbau. Zum anderen geht es um einen gut 800 Meter langen Tunnel vom Bahnhof Richtung Niederteufen bis ins Gebiet Stofel. Er ist Ende September wieder in den Vordergrund gerückt, weil die Kantonsregierung bekanntgeben konnte, der Bund habe nach anfänglicher Weigerung eingewilligt, eine massgebliche finanzielle Beteiligung daran wenigstens «gründlich zu prüfen». (vre)

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