«Niemand spricht noch über Sicherheit»

HORN. Die Offiziersgesellschaft Rorschach feiert ihr 60jähriges Bestehen. Ehrengast ist André Blattmann, Chef der Armee. In seiner Rede spricht er über die Wehrpflicht-Initiative, den Gripen, die Patrouille Suisse und über die Zukunft der Armee.

Samuel Rothenfluh
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Markus Graf dankt Andre Blattmann für dessen Besuch in Horn. (Bild: Samuel Rothenfluh)

Markus Graf dankt Andre Blattmann für dessen Besuch in Horn. (Bild: Samuel Rothenfluh)

Der Horner Gemeindepräsident Thomas Fehr eröffnet die 60. Mitgliederversammlung der Offiziersgesellschaft (OG) Rorschach, die dieses Jahr im Hotel Bad Horn stattfindet. Er freue sich über die Einladung und über die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen der OG Rorschach, sagt er. Über 100 Mitglieder und Gäste sind anwesend. Der Höhepunkt der Versammlung ist der Auftritt des Chefs der Armee, André Blattmann.

Satte Selbstzufriedenheit

Unter grossem Applaus tritt André Blattmann ans Rednerpult. Das Thema: «Die Schweizer Armee im Spannungsfeld der Politik». Er spricht über die kommende Wehrpflicht-Initiative, den Gripen-Kauf, die Patrouille Suisse, das Armeebudget und über die Zukunft der Armee.

Im Mittelpunkt der Rede steht das Thema Sicherheit. «Niemand spricht noch über das Thema Sicherheit. Deshalb muss das die Armee machen», sagt Blattmann. Sich in Sicherheit zu wägen und die Wehrpflicht abschaffen zu wollen, sei naiv. Blattmann verweist auf ein Interview mit dem luxemburgischen Premierminister Jean-Claude Juncker in der deutschen Zeitschrift «Spiegel». Darin vergleicht Juncker die heutigen europäischen Verhältnisse mit jenen von 1913. Laut Juncker habe damals eine satte Selbstzufriedenheit geherrscht und man habe angenommen, der Friede sei auf ewig gesichert.

Am Schluss bekommt Blattmann grossen Applaus. Was schätzt der Armeechef an der Seeregion? «Hier ist es schön und die Leute setzen sich mit Herzblut für ihre Region ein.»

Änderungen im Vorstand

Nebst der Rede von Blattmann gibt es im Vorstand der OG Rorschach einige Wechsel zu verzeichnen. Präsident Markus Graf tritt von seinem Amt zurück und amtiert neu als Vizepräsident. Urs Kundert wird als neuer Präsident bestätigt und Thomas Willi ersetzt den zurücktretenden Kassier Felix Schmid.

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