Niemand soll auf der Strasse übernachten müssen

Das Hilfsangebot für Personen ohne Dach über dem Kopf sei in St. Gallen ausreichend. Das zeigten die Belegungsstatistiken der eigenen Notschlafstelle, hält der Stadtrat in Beantwortung einer Einfachen Anfrage von SP-Stadtparlamentarierin Beatrice Truniger Blaser fest.

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Das Hilfsangebot für Personen ohne Dach über dem Kopf sei in St. Gallen ausreichend. Das zeigten die Belegungsstatistiken der eigenen Notschlafstelle, hält der Stadtrat in Beantwortung einer Einfachen Anfrage von SP-Stadtparlamentarierin Beatrice Truniger Blaser fest. Die Belegungsquote der Notbetten in der Unterkunft für Obdachlose schwankt stark, beträgt in der Regel aber höchstens 80 Prozent.

Wichtige Errungenschaft

Dass Menschen in vorübergehenden Notlagen eine einfache Unterkunft, Verpflegung und Aufenthaltsmöglichkeiten erhalten, ist für die St. Galler Stadtregierung eine wichtige Errungenschaft des Sozialstaates. Die Stadt selber betreibt im Haus Zur Grünhalde eine Notunterkunft für Obdachlose (UFO). Das Angebot umfasst zehn Betten (acht reguläre, zwei als Reserve). Dazu kommen Abend- und Morgenessen, psychosoziale Betreuung, medizinische Grundversorgung sowie Wasch- und Duschmöglichkeiten.

Allerdings werden im UFO normalerweise keine «Gäste» aufgenommen, die von den Sozialämtern anderer Gemeinden zugewiesen werden (eine Ausnahme machen nur Personen aus Nachbargemeinden). Dies gemäss stadträtlicher Antwort auf die Anfrage auch, um zu verhindern, dass Menschen in sozialen Notlagen und damit die Verantwortung für sie an die Stadt abgeschoben werden.

Betreute Treffpunkte

Eine weitere Notschlafstelle mit acht Betten wird in der Stadt von der Heilsarmee angeboten. Die Übernachtung ist hier gratis. Am Montag, Mittwoch und Freitag wird sie durch ein kostenloses Nachtessen ergänzt. Tagsüber ist diese Notschlafstelle geschlossen. Aufenthaltsmöglichkeiten für Personen in Not betreibt die Stiftung für Suchthilfe im Auftrag der Stadt mit der Gassenküche im Linsebühl und dem Katharinenhof in der Altstadt.

Das Stadtsanktgaller Angebot an Notbetten ist gemäss Stadtrat ausreichend. Das zeigten die Belegungszahlen. Das UFO wurde 2010 von 52 Personen an 1777 Tagen benutzt. 2011 waren es 89 Personen und 1252 Tage, 2012 73 Personen und 1816 Tage, 2013 91 Personen und 1582 Tage. (vre)