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Niemand kann sein Schicksal voraussehen

«Ein langsamer Abschied», «<Wir können Angehörigen die Last abnehmen>», Ausgabe 21. Oktober
Raffaele Ferdinando Schacher, Löwengartenstrasse 15, 9400 Rorschach

«Ein langsamer Abschied», «<Wir können Angehörigen die Last abnehmen>», Ausgabe 21. Oktober

Wer bin ich? Was bin ich? Wohin will ich? Was ist der Sinn meines Daseins? – Diese wohl wichtigsten Fragen unserer Existenz stellen sich die an Demenz erkrankten Menschen nicht mehr. Noch trauriger, sie haben diese Fragen vollständig vergessen. Umso mehr stellen sich diese Fragen die nächsten Angehörigen und müssen erkennen, dass niemand sein Schicksal, seinen Weg wirklich kennt, geschweige denn voraussehen kann. Es ist schmerzhaft mit anzusehen, wie die Kategorien der Vergangenheit und der Zukunft keine Rolle mehr spielen. Nur ganz im Hier und Jetzt, in der totalen Gegenwärtigkeit, in lichten Momenten, findet eine «Mikrokommunikation» statt, meist ohne Worte, aber mit einer unbeschreiblichen «Sprache des Herzens».

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