NIEDERLAGE: Die Entscheidung verpasst

Der FC Winkeln verliert in der 2. Liga interregional daheim gegen Uster mit 0:2. Damit vergeben die St. Galler die Möglichkeit, vorzeitig den Ligaerhalt sicherzustellen.

Hanspeter Niederer
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Die beiden Captains im Mittelpunkt: Winkelns Marc Grünenfelder (rechts) gegen Usters Samuel von Aarburg. (Bild: Michel Canonica)

Die beiden Captains im Mittelpunkt: Winkelns Marc Grünenfelder (rechts) gegen Usters Samuel von Aarburg. (Bild: Michel Canonica)

Hanspeter Niederer

sport@tagblatt.ch

Der FC Winkeln hat enttäuscht, weil er an diesem Abend nie den Tritt fand. Nun ist die Mannschaft gefordert, die notwendigen Punkte in den letzten drei Partien zu erringen. Ansonsten könnte es doch noch knapp werden mit dem Ligaerhalt.

Die Partie begann beidseits intensiv. Bereits nach zwei Minuten musste Simon Staub energisch eingreifen. Kurz darauf war es Simon Hofstetter, der eine gute Möglichkeit nicht verwerten konnte. Im Bewusstsein des drohenden Abstiegs drückten die Zürcher auf das Tempo, kombinierten gefällig. Damit beschäftigten sie die Winkler Defensive beinahe übermässig und andauernd. Grund dafür war sicherlich auch das vorgegebene System von Trainer Disler, bei dem die Zürcher mit drei Stürmern vorgingen. Sie mussten, um die Chance zu wahren, gewisse Risiken eingehen.

Probleme in der Angriffsauslösung

Bei Winkeln war eine gewisse Nervosität erkennbar. In der Angriffsauslösung bestanden Pro­bleme. Dies wohl auch, weil die Gäste wenige Räume offen liessen und mit ihrer Spritzigkeit viele Bälle zurückeroberten. Auch bei den zweiten Bällen behielt Uster die Oberhand. Dessen ungeachtet kam Winkeln mittels Gegenstössen zu seinen Tormöglichkeiten. Eine davon konnte Florian Eberle nach rund zwanzig Minuten aber nicht nutzen. Die Versuche über stehende Bälle blieben ebenfalls erfolglos. Gegen Ende der ersten Halbzeit liessen sich die St. Galler immer mehr zurückfallen und die Partie fand mehrheitlich in ihrer Hälfte statt. Uster konnte aber die Überlegenheit in Hälfte eins nicht ausnutzen.

Der FC Uster trat auch in der zweiten Halbzeit entschlossen und unbeirrt auf. Es dauerte keine zwei Minuten und bei Winkeln lag der Ball im Netz. Eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft führte zu diesem Gegentor. Andreas Hofstetter erzielte aus kurzer Distanz das 0:1, was aufgrund der bisherigen Spielanteile verdient war. Winkelns Reaktion musste nun kommen, wollte man den Abend erfolgreich gestalten. Ein Unentschieden würde reichen.

Winkeln wollte nichts gelingen

Aber an diesem Abend wollte Winkeln nichts Gelingen. Zweikämpfe gingen verloren, die Ideen gingen aus und Überraschungsmomente fehlten. Die Stürmer konnten sich gegen die gute organisierte Abwehr nicht aussichtsreich durchsetzen. Partien unter der Woche waren in der Vergangenheit schon immer schwierig. Dennoch versuchten sie, dem Rückstand entgegenzutreten. Obwohl sich Uster etwas zurückhielt, blieben sie weiterhin aggressiv und agil. Trainer Markus Lehmann versuchte durch Umstellungen eine Reaktion seiner Mannschaft zu erzwingen. In den letzten zwanzig Minuten kam auch etwas Hoffnung auf. Winkeln hatte sich etwas gefangen und drückte in dieser Phase mehr in Richtung gegnerischem Tor. Die Aktionen blieben aber ohne Zählbares. Uster erzielte kurz vor Schluss gar noch das zweite Tor. Diese Niederlage bewirkt, dass die Abstiegsentscheidung vertagt ist. Winkeln hat es immer noch in den eigenen Füssen, in den letzten drei Partien die notwendigen Punkte zu sammeln.

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