Niederlage beim NLA-Début

Die St. Galler Fussballerinnen verlieren ihr erstes Spiel in der NLA gegen Cupsieger Yverdon 0:2. In einem ausgeglichenen Spiel überzeugen die Gäste aus der Romandie mit ihrer Effizienz.

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Die St. Gallerin Cinzia Jörg (links) setzt sich gegen Yverdons Valérie Gillioz durch. (Bild: Coralie Wenger)

Die St. Gallerin Cinzia Jörg (links) setzt sich gegen Yverdons Valérie Gillioz durch. (Bild: Coralie Wenger)

Fussball. Mit Yverdon stand den St. Gallerinnen bereits im ersten Spiel nach dem Aufstieg ein starker Gegner gegenüber. In der vergangenen Saison scheiterten die Ostschweizerinnen im Achtelfinal des Schweizer Cups am späteren Sieger Yverdon. Zudem klassierte sich das einzige Team aus der Romandie in der NLA auf dem vierten Platz.

St. Gallen startete nervös aber druckvoll in das erste Saisonspiel im Espenmoos. Mit grossem Aufwand versuchte man in die Gefahrenzone des Gegners zu gelangen.

Die Westschweizerinnen verteidigten aber geschickt und wehrten die Angriffe weit vor dem eigenen Strafraum ab. Das Heimteam schien kein Mittel gegen Yverdons Abwehr zu finden. Es waren bereits 15 Minuten gespielt, als sich Karin Bernet ein Herz fasst und mit einem Distanzschuss den gegnerischen Goalie prüfte. Yverdon seinerseits versuchte mit langen Bällen über die Aussenbahnen zum Erfolg zu kommen. In der 30. Minute war es eine solche Situation, welche die St. Galler Verteidigung düpierte.

Die gegnerische Stürmerin konnte im Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Caroline Abbé verwertete den Penalty zum 1:0. Gleich nach Wiederanpfiff des Schiedsrichters setzte sich Cinzia Jörg mit einer schönen Einzelaktion durch und bediente Nadine Fässler. Sie traf aus rund zehn Metern aber nur den Pfosten.

Vorentscheidender Platzverweis

Obwohl das Heimteam nach der Pause wieder mehr Spielanteile besass, konnte es diesen Vorteil nicht nutzen.

Konzentrationsfehler brachten die Verteidigung immer wieder in heikle Situationen. In der 57. Minute führte ein solcher Fehler zur vorentscheidenden Situation. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld konnte Sandra Egger als hinterste Spielerin ihre Gegnerin nur noch mit einem Foul stoppen. Da sie bereits verwarnt war, sah sie die rote Karte.

Die Aufgabe wurde zu zehnt noch schwerer. Yverdon liess sich immer mehr zurückfallen und wartete auf Kontermöglichkeiten. St. Gallen rannte an, die Gäste verteidigten jedoch souverän. In der 69. Minute schloss Petra Tamagni einen Konter Yverdons zum 2:0 ab. St. Gallen versuchte in der Folge noch etwas am Resultat zu ändern, musste sich aber von einem äusserst clever agierenden Gegner besiegt geben.

Mangelnde Chancenauswertung

St. Gallen zeigte in seinem ersten NLA-Spiel, dass es durchaus mit einem spielstarken Team wie Yverdon mithalten kann. In der sehr ausgeglichenen Partie wäre zumindest ein Punktgewinn möglich gewesen. Der grösste Unterschied war die Chancenauswertung. Yverdon hatte zwei gute Möglichkeiten und verwertete beide. Die St. Gallerinnen erarbeitete sich ebenfalls zwei Chancen, trafen aber nur den Pfosten.

Wollen sich die Ostschweizerinnen in der vorderen Tabellenhälfte etablieren, müssen sie künftig die wenigen Chancen besser nutzen. Mit dem Derby gegen Staad steht den St. Gallerinnen morgen um 20 Uhr im Espenmoos bereits die nächste Partie bevor. (za)

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