Nicht um jeden Preis ein Wärmeverbund

engelburg. Am 19. Juni stimmen die Gaiserwalder Stimmberechtigten über einen Wärmeverbund Engelburg ab (Tagblatt vom 8. Juni). Für Swissoil Ostschweiz, den Regionalverband der Brennstoffhändler in den Kantonen Thurgau, St.

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engelburg. Am 19. Juni stimmen die Gaiserwalder Stimmberechtigten über einen Wärmeverbund Engelburg ab (Tagblatt vom 8. Juni). Für Swissoil Ostschweiz, den Regionalverband der Brennstoffhändler in den Kantonen Thurgau, St. Gallen sowie Appenzell Ausser- und Innerrhoden, «ein unwirtschaftliches Projekt», wie er in einer Stellungnahme festhält.

Nicht wirtschaftlich

Der Verband stelle sich nicht grundsätzlich gegen einen Wärmeverbund, wenn ein solcher Sinn mache. «Wir sind aber der Meinung, dass in Engelburg ein unwirtschaftliches Projekt im Zeichen des Energiestadt-Labels politisch durchgedrückt wird», schreibt der Verband. Und weiter: «Holzschnitzelanlagen, betrieben mit behandeltem Abfallholz, schonen sicherlich nicht die Umwelt.» Der Ausstoss an gesundheitsgefährdenden Emissionen sei nicht zu unterschätzen. Es werde lediglich die CO2-Bilanz geschönt. Auch der Energiebedarf werde nicht verbessert oder reduziert. In Wärmeverbünden mit zentralen Heizanlagen werde durch Übertragungsverluste und die langen Transportwege sogar viel Energie verpufft.

Öl und Sonne

«Die bessere Lösung sehen wir im Ersatz der bestehenden Ölheizung mit einem Ölbrennwertkessel und allenfalls zusätzlich kombiniert mit einer Solaranlage für die Heizwärme- und Warmwasseraufbereitung», schreibt Swissoil. Mit einer solchen Lösung könne der Energiebedarf halbiert werden. Zudem könne die bestehende Infrastruktur weiterhin genutzt und ein Übertragungsverlust vermieden werden.

Nicht der Energieträger sei entscheidend, sondern der effiziente und vernünftige Umgang mit jedem Energieträger, schreibt Swissoil. Und dies vor allem mit Blick darauf, dass keine grösseren Kosten zulasten der Allgemeinheit entstehen oder verfehlte Subventionen gesprochen würden. Swissoil Ostschweiz empfiehlt darum, den Wärmeverbund Engelburg abzulehnen. (pd/mb.)

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