Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NEUGESTALTUNG: Zentrum als Zankapfel

Mit einer Überbauung im Dorfkern von Arnegg soll einem Investor und der Stadt Gossau ein grosser Wurf gelingen. Doch bereits jetzt zeichnet sich Widerstand ab.
Sebastian Schneider

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch

Die Stadt Gossau hat vorwärts gemacht und noch vor Inkrafttreten des kantonalen Planungs- und Baugesetzes am 1. Oktober den Teilzonenplan Arnegg West aufgelegt. Dieser sieht vor, mehrere Grundstücke zu einer Kernzone zusammenzuführen. Die Auflage ist die erste Hürde zur Realisierung eines neuen Arnegger Dorfkerns mit sieben Mehrfamilienhäusern und einer gewerblichen Nutzung. Unter anderem will die Migros im neuen Zentrum einen Supermarkt er­öffnen.

Gegen den Teilzonenplan, der noch bis am 25. September aufliegt, ist bereits eine Einsprache eingegangen, wie bei der Stadtkanzlei zu erfahren ist. Das Projekt, das die «Viola Architekten» aus Wil zusammen mit der Stadt Gossau aufgegleist haben, wird dadurch schon früh gebremst.

Die Dorfkorporation kooperiert

Grundsätzlich findet die Überbauung in Arnegg allerdings Zuspruch, wie Markus Giger, Verwaltungsratspräsident der Dorfkorporation Arnegg, auf Anfrage sagt. Bei ihm selber seien nicht wirklich viele negativen Voten eingegangen. Und der Verwaltungsrat will nicht Widerstand leisten, sondern mit der Stadt zusammenarbeiten. «Ziel dabei ist, unsere Anliegen, wie etwa öffentliche Parkplätze oder den Erhalt des Arneggerfestes, einzubringen», erklärt Giger. Die Dorfkorporation hat nach dem Infoabend am 12. Juni eine Stellungnahme verfasst und der Stadt überreicht. «Wir haben uns mit dem Stadtrat auch schon zu einer Sitzung getroffen», sagt Giger.

Kritik am Vorgehen ebbt nicht ab

Remo Schelb, Stadtparlamentarier der SVP, sieht die Sache anders als Giger. In einer Einfachen Anfrage hat er fünf kritische Fragen an den Stadtrat gerichtet. Mit der Antwort («Tagblatt» vom 7. September) konnte sich der Anwohner des Dorfplatzes nicht zufrieden geben. Das Vorgehen der Stadt findet er nach wie vor eigenartig. «Der Stadtrat ist immer noch die Erklärung schuldig, weswegen kein öffentlicher Architekturwettbewerb, sondern eine Auftragsstudie durchgeführt wurde.» Schelb unterstützt zwar die eingereichte Umzonung, stört sich jedoch daran, dass nur wenige Köpfe über ein Projekt entscheiden, das starken öffentlichen Charakter hat. «Schliesslich geht es um die Gestaltung unseres Dorfplatzes und unseres Dorfzentrums.» Damit das Vorgehen in Zukunft demokratischer ausgestaltet werde, plant Schelb, bereits seinen nächsten politischen Vorstoss einzureichen.

Stadtpräsident Alex Brühwiler verteidigt das Vorgehen der Stadt: «Der grössere Teil der Fläche gehört zum Hälg-Areal, gehört also Privaten.» Mit einem Studienauftrag habe die Stadt mehr Mitsprachemöglichkeiten als bei einem Architekturwettbewerb gehabt. Ein Architekturwettbewerb habe eine «starre und anonyme» Form, wohingegen der Studienauftrag «dialogorientiert und ergebnisoffen» sei, sagt Brühwiler. Vertreter der Stadtentwicklung hätten von Anfang an mit dem privaten Investor zusammenarbeiten können.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.