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NEUGESTALTUNG: Die Mehrheit ist gegen die Calatravahalle

Die Auswertung der ersten Diskussionsrunde zum neuen Marktplatz zeigt: Die Teilnehmer sind sich nicht in allen Punkten einig. Strittig bleibt zum Beispiel die Calatravahalle. Die meisten wollen sie abbrechen.
Die von Architekt Santiago Calatrava gestaltete ÖV-Wartehalle am Bohl. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die von Architekt Santiago Calatrava gestaltete ÖV-Wartehalle am Bohl. (Bild: Hanspeter Schiess)

Roger Berhalter

Auf dem Weg zu einem neuen Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt ist die Stadt einen Schritt weiter. Gestern veröffentlichte sie die Auswertung des ersten Marktplatzforums: Ende Januar hatten rund 90 Vertreter von Parteien, Verbänden, Organisationen, Grundeigentümern und Bevölkerung diskutiert, welche Ziele die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt verfolgen soll und wie die Rahmenbedingungen aussehen.


Drei separate Plätze, drei separate Nutzungen

Die Auswertung offenbart sowohl Übereinstimmungen als auch strittige Punkte. Einig ist man sich darin, dass der Platz ein «repräsentativer, offener, grosszügiger, autofreier und barrierefreier Ort» sein soll, wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst. Zudem sollen Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt «drei separate Plätze mit unterschiedlichen Nutzungen» bilden. «Das sind zentrale Punkte, um eine räumliche Vorstellung des Platzes zu entwickeln», sagt Florian Kessler, Leiter des Stadtplanungsamtes.

Einig ist man sich weiter darin, dass es rund um den Marktplatz «eine vielfältige Erdgeschossnutzung mit attraktiven Aussenbereichen» geben soll. Ebenso werde ein öffentliches WC gewünscht, die Taxistandplätze sollen bleiben und die Veloabstellplätze an den Rand verlegt werden.

Weniger klar waren sich die Forumsteilnehmer bei der Calatravahalle und der Marktrondelle. Gemäss Mitteilung wird«bei der Calatravahalle eher ein Abbruch, bei der Rondelle eher der Erhalt befürwortet». Der Standort der Haltestellen für den öffentlichen Verkehr soll «eher erhalten bleiben». Florian Kessler betont, es handle sich nur um Tendenzen, nicht um gefestigte Ergebnisse. In einem zweiten Forum (siehe Kasten) werde man diese und weitere Punkte klären. Ob man die Calatravahalle verschieben soll, war laut Kessler am Forum kein Thema. Er gibt aber zu bedenken, dass dies eine «aufwendige Sache» wäre, weil es nicht nur um die oberirdisch sichtbare Halle gehe: «Wesentliche Bauteile der Konstruktion befinden sich im Untergrund.»

Die Forumsteilnehmer diskutierten auch über die Nutzung des Erdgeschosses des Waaghauses. Hier haben sich gemäss Mitteilung «keine konkreten Anforderungen ergeben», ebenso wenig wie zur Frage, wie man das Untergeschoss des Blumenmarktes – das Taubenloch – nutzen könnte. «Vorstellbar wären ein Restaurant im Waaghaus und im Untergeschoss Blumenmarkt eine Velostation, ein Raum für kulturelle Nutzungen oder eine Toilette.»

Im Sommer fällt ein erster Entscheid

Mit diesen Ergebnissen gehen die Teilnehmer nun ins zweite Forum. Danach, voraussichtlich im Sommer, wird der Stadtrat einen ersten Entscheid zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt fällen. Zentral wird die Frage sein, ob ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben wird oder ob sich das bestehende Projekt anpassen lässt.

www.marktplatz.stadt.sg.ch

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