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Neues «Tor zur Stadt» gesucht

Rund 5000 Personen haben die Petition «Rettet die Villa Wiesental» unterschrieben. Letzte Woche wurde sie eingereicht. Fast zeitgleich ist der Wettbewerb für ein Neubauprojekt angelaufen. Anstelle der Villa wird ein «höheres Haus» geplant.
Christina Weder
Noch ist offen, ob die Villa Wiesental einem Neubau weichen muss. (Bild: Benjamin Manser)

Noch ist offen, ob die Villa Wiesental einem Neubau weichen muss. (Bild: Benjamin Manser)

Noch gilt für die Villa Wiesental ein Abbruchverbot. Allerdings kann dieses laut einem Urteil des kantonalen Verwaltungsgerichts aufgehoben werden. Aber erst, wenn ein konkretes Neubauprojekt vorliegt, das im öffentlichen Interesse höher gewichtet wird als die Villa Wiesental.

Ein solches Projekt liegt bis jetzt nicht vor. Nach dem Willen des Generalunternehmers HRS soll sich das bald ändern. Er hat das Zürcher Immobilienberatungsbüro Wüest & Partner beauftragt, einen Wettbewerb für ein Neubauprojekt auf dem Grundstück durchzuführen. Vergangene Woche ist der Startschuss für den Wettbewerb gefallen.

Ausgewählte Architekturbüros

Wie Martin Hofer, Verwaltungsratspräsident von Wüest & Partner, bestätigt, wurden die Wettbewerbsunterlagen an acht ausgewählte Architekturbüros verschickt. Das bekannteste darunter ist das Zürcher Büro Gigon & Guyer, das etwa das Liner Museum in Appenzell oder den Prime Tower in Zürich entworfen hat. Mit von der Partie sind auch Staufer & Hasler aus Frauenfeld – die Architekten des neuen Bundesverwaltungsgerichts.

Aus der Stadt beteiligen sich die Büros von Thomas K. Keller und Baumschlager Eberle am Wettbewerb. Die Zürcher und Basler Büros sind klar in der Überzahl. Das begründet Martin Hofer damit, dass es in der Region «zu wenig hochwertige Büros gebe». Die Stadt St. Gallen sei in alle Planungsschritte – auch in die Auswahl der Architekturbüros – involviert gewesen.

Wirtschaftlichkeit entscheidend

Der Erhalt der Villa Wiesental ist für Wüest & Partner keine Option, wie aus den Wettbewerbsunterlagen hervorgeht. Dieser Entscheid erfolgte aufgrund einer Vorstudie, welche die Wirtschaftlichkeit der Villa unter die Lupe nahm und zu einem vernichtenden Urteil kam. Die Ausnutzung des Areals sei minimal.

Aus dem Wettbewerb soll ein Neubauprojekt hervorgehen, das bei einer Interessenabwägung gegenüber der Villa Wiesental den Zuschlag erhält. Eine zentrale Voraussetzung für das Bauvorhaben ist dessen Wirtschaftlichkeit, wie es in den Unterlagen heisst. Die Architekten sollen ein «zeitgemässes, städtisches Gebäude mit einem nachhaltigen und langlebigen Mischkonzept» entwerfen.

Der Projektwettbewerb geht von einem «höheren Haus» mit bis zu acht Geschossen aus. Im Parterre ist eine öffentliche Nutzung mit «geringem Publikumsverkehr» vorgesehen. Die Rede ist von Verkaufsräumen. Darüber sollen Büros und Wohnungen in gehobenem Standard entstehen.

Mitte August soll das Siegerprojekt erkoren werden. Danach wird die Stadt darüber befinden, ob sie dieses höher gewichtet als die schützenswerte Villa.

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