Neues Quartier mit 36 Häusern

Der Gestaltungsplan für die Überbauung Schönau ist genehmigt und das erste Baugesuch für 112 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern und Reiheneinfamilienhäusern eingegangen. Weiter haben 13 Einfamilienhäuser Platz.

Fritz Heinze
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Blick von der Bleichestrasse auf den Wald der Visiere bei der von Saurer errichteten Schöntalhalle, die abgebrochen wird. (Bild: Fritz Heinze)

Blick von der Bleichestrasse auf den Wald der Visiere bei der von Saurer errichteten Schöntalhalle, die abgebrochen wird. (Bild: Fritz Heinze)

Steinach. Auf dem künftigen Bauareal bei der zum Abbruch bestimmten Schöntalhalle steht ein Wald von Visieren. Gut sichtbar zeigen niedrige und hohe die Unterteilung für Einfamilienhäuser und für drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser.

125 Wohneinheiten

Mit der Umsetzung des nun genehmigten Gestaltungsplanes für die Überbauung Schönau hat die letzte Stunde der im Jahr 1965 erbauten Saurer-Schöntalhalle geschlagen.

Der aktuell noch von einigen Firmen als Lagerraum benutzte Bau muss Anfang 2011 weichen für die Wohnhäuser, die auf dem Areal zwischen der Wiedenstrasse und der Firma Trunz entstehen. Auf 2,5 Hektaren Land, die im Besitz der Arbonia-Forster Holdig AG stehen, werden voraussichtlich von Frühling 2011 bis Ende 2012 insgesamt 95 Wohnungen in sechs Mehrfamilienhäusern gebaut sowie 17 Reiheneinfamilienhäuser und 13 Einfamilienhäuser.

«Im hochwertigen Segment»

Gemeindepräsident Roland Brändli betont die Wichtigkeit des Gestaltungsplans: «Unser Ziel ist es, die Überbauung Schönau in einem hochwertigen Segment realisieren zu können.»

Ein solcher Plan ermöglicht der Gemeinde, besondere Vorschriften für Bau, Gestaltung und weiteres zu erlassen, und der Bauherrschaft eine höhere Ausnützung des Baulandes.

Der Gestaltungsplan Schönau, den die Architekten Gisel & Partner in Arbon erarbeitet haben, enthält beides.

Realisiert wird der Grossteil dieses Bauvorhabens – alle sechs Mehrfamilienhäuser und alle 17 Reiheneinfamilienhäuser – von der Firma Wäspe + Partner, St. Gallen, als Bauherrin und Generalunternehmerin.

Der Gestaltungsplan setzt nicht allein in der äusseren Gestaltung des Bauprojekts Leitplanken, sondern enthält auch Vorschriften im Bereich Ökologie. So besteht eine generelle Anschlusspflicht an die Nahwärmeversorgung der ARA Morgental, sofern diese zum Zeitpunkt der Bauausführung bereits besteht. Allerdings müssten sich die Kosten in den richtigen Relationen bewegen.

Die Leitungen dafür seien bereits in der Strasse eingelassen, erklärt der Steinacher Bauverwalter Hanspeter Eberle. Grossen Wert legt die Gemeinde mit dem Gestaltungsplan auf einheitliches Aussehen der neuen Wohnsiedlung.

«Kein kanadisches Blockhaus»

So ist auch vorgeschrieben, dass die Flachdächer begrünt sein müssen, die Begrünung in den Anlagen «höheren Ansprüchen» genügen muss (gemäss Umgebungskonzept der Firma Dreiseitl in Überlingen) und allfällige Giebeldächer bei den Einfamilienhäusern besonderen Regeln entsprechen müssen.

«Es kann nicht einfach ein kanadisches Blockhaus in die Siedlung gestellt werden», sagt Bauverwalter Eberle.