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Neues Kleid für den Wasserturm

Der Wasserturm bei der Lokremise gilt als Pionierwerk der Eisenbetonkunst. Nun soll er sanft renoviert werden. Läuft alles nach Plan, sind die Arbeiten Ende August abgeschlossen.
Bereit für die Renovation: Der eingerüstete Wasserturm beim Bahnhof. (Bild: Malolo Kessler)

Bereit für die Renovation: Der eingerüstete Wasserturm beim Bahnhof. (Bild: Malolo Kessler)

Der Wasserturm bei der Lokremise ist in die Jahre gekommen. 1906 von Robert Maillart gebaut, gilt der Turm als Pionierwerk der Eisenbetonkunst und gehört zu den denkmalgeschützten Bauten in der Stadt. Nun soll der Wasserturm im Zuge der Sanierungsarbeiten an der Lokremise renoviert werden.

Grösster Brocken ist die Fassade

Seit rund zehn Tagen ist der Wasserturm eingerüstet.

«Wir werden die Aussenhülle des Turmes sanft renovieren», sagt Projektleiter Heinz Hauri vom kantonalen Hochbauamt. Das Baugesuch werde zurzeit vorbereitet und soll diese oder nächste Woche eingereicht werden. Nach Eingang der Baubewilligung wird mit der Restauration begonnen.

Der grösste Brocken der Arbeiten ist laut dem Projektleiter die Restauration der Fassade. «Der Verputz ist derselbe wie jener an der Lokremise.

» Er werde auf dieselbe Art und Weise restauriert. Auch die Fenster und Türen des Wasserturmes sollen wieder auf Vordermann gebracht werden. Wenn nötig, wird zudem das Dach saniert. Da der Turm unter Denkmalschutz steht, war bereits bei der Besichtigung der kantonale Denkmalpfleger Pierre Hatz dabei. Laut Hauri wird er auch die Renovationsarbeiten begleiten.

Im Innern des Turmes befindet sich eine Installation des Künstlers Christoph Büchel. Er richtete sie 2002 zur Ausstellung «House of Fiction» ein und nannte sie «House of Friction (Pumpwerk Heimat)». Das Kunstmuseum St. Gallen sucht derzeit nach einer Möglichkeit, um die Anlage zu erwerben. Daher wurde eine Innenrenovation gemäss Hauri zurückgestellt.

Kostenpunkt: 160 000 Franken

Die Aussensanierung des Turmes kostet rund 160 000 Franken und dauert circa zwei Monate. Vor allem die Sanierung der Fassade ist aber wetterabhängig. «Es darf weder zu kalt noch zu warm sein», sagt Projektleiter Hauri. Sonst könnte der Verputz rissig werden. Auch zu hohe Luftfeuchtigkeit könne zu einer Zeitverzögerung führen, da der Putz dann nicht schnell genug trockne. Kann der Zeitplan eingehalten werden, soll die Sanierung Ende August abgeschlossen sein.

Rechtzeitig zur Eröffnung der Lokremise im September. (mke)

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