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Neues Heim für Mauersegler

Am Haus Klosterhof 5 bieten seit gestern 22 neue Nistkästen Brutmöglichkeiten für Mauersegler. Es könnte aber eine Weile dauern, bis die Vögel auf sie aufmerksam werden.
Katharina Brenner
René Affentranger bohrt am Haus Klosterhof 5 von aussen die Einfluglöcher zu den Nistkästen. (Bilder: Katharina Brenner)

René Affentranger bohrt am Haus Klosterhof 5 von aussen die Einfluglöcher zu den Nistkästen. (Bilder: Katharina Brenner)

Noch sind die Mauersegler in den Winterquartieren im südlichen Afrika. Ende April kommen sie jeweils nach St. Gallen zurück. Hier bleiben sie gut drei Monate zur Aufzucht der Jungen. Diejenigen, die den zweiten Sommer in der Stadt verbringen, suchen erstmals einen Nistplatz. Fällt bei älteren Mauerseglern der Nistplatz weg, etwa aufgrund einer Dachsanierung, brauchen auch sie einen neuen. Um die Vögel zu unterstützen, hat die Segler-Beratung der Stadt St. Gallen gestern am Klosterplatz 22 neue Nistkästen montiert.

Die Löcher sind unauffällig

Von aussen sind nur kleine Löcher zu sehen am Gebäude Klosterhof 5, das einen Ableger des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums beherbergt. René Affentranger von der Dachdecker-Firma Merz und Egger AG hat die Löcher gestern von einer Hebebühne aus gebohrt. Weil sie unauffällig sind, habe der Denkmalschutz eine Ausnahme gemacht, sagt Gaby Schneeberger, von der städtischen Segler-Beratung.

Jedes Loch führt in einen Nistkasten. Die Kästen sind aus Holz, 18 Zentimeter breit, 35 Zentimeter lang und 13 Zentimeter hoch. Im hinteren Teil können die Mauersegler nisten. Eine kleine Erhöhung trennt ihn vom vorderen Teil, damit die Jungtiere nicht durch das Ein- und Ausflugsloch fallen.

Warum ist die Wahl auf das Gebäude am Klosterplatz gefallen? «Wir haben ein hohes Gebäude gesucht», sagt Schneeberger. Die Nistplätze müssen in mindestens drei Metern Höhe und der Anflugweg frei sein. Einmal auf dem Erdboden gelandet, können Mauersegler nicht mehr alleine auffliegen. Mauer- und Alpensegler verbringen den Grossteil ihres Lebens im Flug.

Alpensegler nisten gegenüber

Gegenüber dem neuen Niststandort, unter den Dachziegeln der Kathedrale, nisten im Sommer Alpensegler. Die neuen Nistplätze sind indes nur für Mauersegler. Die beiden Arten unterscheiden sich nicht nur durch ihr Äusseres: Alpensegler sind grösser und haben eine weisse Unterseite, Mauersegler sind durchgehend braun. Im Gegensatz zu Alpenseglern braucht jedes Mauersegler-Pärchen einen eigenen Brutplatz.

Wann die ersten Mauersegler die gestern montierten Nistkästen beziehen, ist ungewiss. Es wäre toll, sagt Gaby Schneeberger, wenn das erste Paar bereits im Sommer den neuen Nistplatz inspizieren würde. Es könnte aber dauern, bis die Segler darauf aufmerksam werden. Sobald die Vögel aus Afrika zurück sind, wird Schneeberger Töne in der Nähe der Nistkästen abspielen, um sie anzulocken. Sie betreibt so Werbung für die neuen Vogel-Apartments an bester Lage.

Segler-Spezialistin Gaby Schneeberger und Richard Hofmann von der Merz und Egger AG vor den Nistkästen.

Segler-Spezialistin Gaby Schneeberger und Richard Hofmann von der Merz und Egger AG vor den Nistkästen.

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